Perret Augenoptiker
 
Wir sind eine Optiker-Familie, seit drei Generationen, wir führen Brillen, Kontaktlinsen und optische Instrumente

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DAS SEHEN UND DAS KIND (3)

  

Auch aufmerksame Eltern sind keine Spezialisten. Sie können jedoch mit einfachen Mitteln, etwas Spührsinn und Beobachtungen gewisse Sehprobleme bei ihrem Kind aufspühren. Um etwa eine unilaterale Amblyopie aufzuspüren genügt der Mutter ein einfacher Test. Mit Hilfe einer Augenbinde deckt sie abwechslungsweise die Augen ihres Babys währen 5 bis 10 Minuten ab. Dieser Test sollte natürlich mehrmals wiederholt werden. Es ist bedeutungslos wenn dann das Kind systematisch die linke oder rechte Augenbinde zu entfernen versucht. Man sollte dann den Versuch wenige Wochen später wiederhohlen. Verträgt das Kind die Augenbinde auf der einen Seite indem es weiter spielt, und beginnt es zu schreien oder versucht die Augenbinde am anderen Auge zu entfernen ist dies ein Zeichen, dass bei zugedecktem "guten" Auge, es praktisch Blind ist. Mit einiger Sicherheit heisst das, dass das Kind eine unilaterale Amblyopie hat. Ein Spezialist sollte innert nützlicher Frist aufgesucht werden. Wir erinnern daran, dass eine in den ersten Monaten aufgespürte Amblyopie heilbar ist. Im Alter von zwei oder drei Jahren jedoch, wird eine Heilung schon schwieriger. In allen Fällen jedoch sollte eine komplette Augenuntersuchung vor dem dritten, und später zwischen dem dritten und sechsten Altersjahr, vor dem Beginn des Lesen lernens, erfolgen.


ALARMSIGNALE

In den ersten Lebensmonaten des Babys, sollten die Eltern geweissen Alarmsignalen eine ganz besondere Achtung schenken. Es beginnt mit dem schielen des einen oder der beiden Augen (Augenverschiebung). Nur zeitweises Schielen ist kein Grund zur Besorgnis. Dauerndes Schielen weist jedoch auf einen permanenten Strabismus hin. Achtung !; ab acht Monaten, zählt jeder Tag für die Zukunft der Augen ihres Kindes. Sollten nach einigen Lebensmonaten die Augen ihres Babys nicht den Bewegungen über der Wiege folgen oder dem Licht flüchten ist dies ein Warnsignal. Schenken sie dem Kind aber eine besondere Aufmerksamkeit wenn es sich beginnt sich zu bewegen oder Gegenstände ergreift. Scheint es langsamer, umständlicher oder gleichgültiger zu sein als seine Geschwister waren oder altersgleiche Kinder sind, ist dies noch lange kein Beweis, dass seine Sehfähigkeit die ausschlaggebenden Gründe sein könnten. Eine Kontrolle ist angezeigt. Die Eltern müssen das Kind beobachten, Veränderungen aufschreiben und den Kinderarzt so schnell als möglich informieren. Es scheint dass ihr Kind gut sieht. Haben sie aber schon folgende Feststellungen gemacht :

Das Kind schreibt mit der Nase über den Heften, neigt den Kopf zur Seite beim Lesen, sitzt nahe am Fernseher, reibt sich die Augen, runzelt die Wimpern oder kneifft die Augenlider um in die Weite zu sehen, hat Kopfweh, zwinkert mit den Augen oder klagt, bei schwachen Schulresultaten, dass es in der Schule schlecht auf die Wandtafel sieht. Nur eine Einzige der beschriebenen Beobachtungen ist ein Verdacht für ein bestehendes Augenproblem. Wird das Problem frühzeitig erkannt, kann eine Verschlimmerung gebremst, aber in jedem Fall korrigiert, werden.

DIE KURZSICHTIGKEIT IM SCHULALTER

In der heutigen Gesellschaft, mit verlängerten Schulzeiten und dem permanenten Gebrauch des Lesens, ist die Kurzsichtigkeit weit verbreitet. Statistiken sprechen von bis zu 40% von Kurzsichtigen. Bei heutigen Kindern, wie auch Erwachsenen, ist das Sehen in die Nähe eine dauernde Belastung. Sie leben nicht in grossen freien Räumen, sondern sehr oft in engen Wohnungen, vor dem Fernsehgerät und vor Allem über den Büchern. Das menschliche Auge ist jedoch für das Sehen in die Weite geschaffen. Wie schon gesat, ist das Sehen in die Nähe anstrengende und verlangt eine Anpassung. Dies löst auf längere Zeit Müdigkeit und Ueberanstrengung aus. Da das Kinderauge sehr plastisch ist, passt es sich an. Das Kind wird kurzsichtig. Diese schwache Kurzsichtigkeit erlaubt es ihm mühelos, scharf, in die Nähe zu sehen und, ohne Einschränkungen, länger zu Lesen. Was das Auge mit dem Sehen in die Nähe gewinnt, verliert es beim Sehen in die Weite. Die Ausübung gewisser Berufe wird dadurch problematisch oder gar unmöglich. Um in die Weite zu sehen benötigt das Kind voraussichtlich eine Brille. Es kann nie genug wiederholt werden, dass die Eltern für das gute Sehen ihrer Kinder verantwortlich sind. Sie müssen ihr Kind beobachten und es nicht scheuen bei Problemen einem Augenspezialisten beiziehen Nur der Spezialist, mit seinen Erfahrungrn, kann ihnen und ihrem Kind in Rat und Tat zur Seite stehen.

BESONDERE PROBLEME BEI SCHUELERN

In der Schule werden die Augen des Kindes ganz besonders strapaziert. Während drei-viertel seiner Studienzeit gebraucht es sein Sehsystem auf kurze Distanze. Es muss sich dauernd anpassen. Aufspührversuche in verschiedenen Ländern ergaben und bestätigen, dass 50 bis 60% Kinder im Vorschulalter Sehprobleme haben welche das Lesenlernen erschweren. Passt sich das Kind dem Sehen in die Nähe nicht an, resultiert, wie bei der Schul-Kurzsichtigkeit, eine eingeschränkte Fernsicht und gestörte Distanzeneinschätzung. Zwischen den Lektionen sollten grössere Entspannungsperioden eingeschaltet werden. Man beachte besonders, dass sich das Kind nicht zu tief über seine Hefte beugt und an einem gut bleuchteten Tisch oder Büro arbeitet.


 

 

 

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