Perret Augenoptiker
 
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DAS AUGE BETREFFENDE SYMPTOME

Kopfschmerzen

Diese Seite beinhaltet:

Einführung: Kopfschmerzen

Die Kopfschmerzen lokalisieren sich zwischen den Augen, um die Augen herum oder hinter den Augen. Es gibt viele Augenleiden, die zu Kopfschmerzen führen können, so z.B. Probleme mit der richtigen Einstellung der Augen (Akkomodation), ein Grünstar oder gewisse Entzündungszustände der Augen. Viele Fälle, wo Kopfschmerzen in Verbindung mit den Augen stehen, können leicht behandelt werden. Es gibt jedoch auch andere Ursachen, die zu Kopfschmerzen führen können und eine ganzheitliche Augenuntersuchung erfordern. Schließlich gibt es auch viele Fälle, wo die Augen zwar schmerzen, da das Gehirn die Schmerzen an diesem Ort lokalisiert, die Augen jedoch nicht die Ursache für die Kopfschmerzen sind.
Wenn Kopfschmerzen auftreten, fällt der Verdacht der Ursache oft auf die Augen. Oft sind die Augen jedoch nicht der Grund für die Schmerzen. Auf dieser Seite wird zuerst eine Gruppe von Kopfschmerzen aufgeführt, die die Augen in Mitleidenschaft ziehen. Danach werden Kopfschmerzen behandelt, die sich in der Augenregion manifestieren, die aber nicht in Verbindung mit Anomalien am Auge stehen. Im letzten Teil werden verschiedene Augenleiden aufgezeigt, die bekannt dafür sind, dass sie Kopfschmerzen verursachen.

Bedingungen:
Für anatomische Erläuterungen:
ANATOMIE

Verkrampfung infolge der Akkomodation (Augenermüdung)

Die Augenermüdung ist eine Folge der Anstrengung des Auges, die dieses zur Akkomodation aufbringen muss. Um in der Nähe lesen zu können, muss die Augenlinse die Form verändern, damit sie das Bild deutlich auf die Netzhaut bringen kann. Je näher sich der Gegenstand dem Auge befindet, desto grösser ist die Anstrengung des Auges, um die Akkomodation vorzunehmen. Die Fähigkeit, das Bild richtig zu erfassen, vermindert sich aber mit dem Alter. Das Problem erscheint so ca. zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Wenn man dann die Akkomodation forciert, kommt es zu einer
Augenermüdung. Die Symptome sind:
  • Kopfschmerzen, im allgemeinen an der Stirn und hinter den Augen
  • Schwankende Sicht und Schwierigkeit, von Nah- auf Fernsicht umzustellen (und umgekehrt).
  • Schwierigkeiten, nahe Gegenstände richtig zu erfassen. Auch erscheint nach einer längeren Naheinstellung die Fernsicht undeutlich.
  • Brennende und unbehagliche Augen

Den Ermüdungssymptomen der Augen kann folgendermaßen abgeholfen werden:

  • Limitieren Sie die Zeitdauer, während welcher Sie die Augen auf nahe Gegenstände fixieren. Schalten Sie alle 15 bis 20 Minuten eine Pause ein. Während dieser Pause fixieren Sie Gegenstände, die in der Ferne liegen.
  • Ändern Sie von Zeit zu Zeit die Lesedistanz und vermeiden Sie, sich immer mehr der Lektüre zu nähern.
  • Tragen Sie nach einer Augenuntersuchung eine Probebrille, um genau abzuklären, ob die optische Stärke auf Sie abgestimmt ist.

Informationen über die Augenermüdung und über Kopfschmerzen, die in Zusammenhang mit dem Arbeiten am Computer stehen, finden Sie unter Augenermüdung.

Ophtalmische Migräne

Bei der Migräne handelt es sich um einen häufig auftretenden Kopfwehtyp, der in Verbindung mit gewissen Gefässzuständen steht (sie entsteht, wenn sich der Gefässtonus im Gehirn verändert) und sich um das eine oder andere Auge herum manifestiert. Die Lokalisierung dieser Migräne, die ophtalmische Migräne genannt wird, ist manchmal nicht einfach zu bestimmen. Ihr geht meistens während ca. 30 Minuten eine zickzackförmige visuelle Aura und Lichtblitze, die an den Rändern des Sehfelds erscheinen, voraus. Es kann vorkommen, dass die visuellen Erscheinungen autreten, die Kopfschmerzen jedoch nicht einsetzen. Manche Personen bezeugen neurologische Veränderungen, wie leichtes Kribbeln und einseitige Gefühlsverluste während der Dauer der Migräne. Nach den visuellen Erscheinungen setzen Kopfschmerzen, die manchmal in Verbindung mit Uebelkeit und Erbrechen und einer Ueberempfindlichkeit auf Licht und Geräusche stehen, ein. Es gibt viele Medikamente zur Behandlung dieser Migräne.
Nachstehende Faktoren können zu einer solchen Migräne führen:
  • Nahrungsmittel, die Tyramine (Käse, Bananen, Yoghurt) und Phenylethylamine (Schokolade, Wein, Käse), Nitrate (Nahrungsfarbstoffe, Konservierungsmittel, Hackfleisch), Alkohol, Koffein und künstliche Süssstoffe enthalten.
  • Medikamente, wie Oestrogene und oral eingenommene Verhütungsmittel. Manche Frauen reagieren sensibel auf Hormonveränderungen.
  • Müdigkeit, Stress, Depressionen und andere Anstrengungen
  • Starkes oder flimmerndes Licht, Blenden und starker Lärm können eine Migräne auslösen.


Kopfschmerzen, die in Serie auftreten

Es handelt sich um einseitiges Kopfweh, bei welchem die Augenpartien miteinbezogen werden. Diese Schmerzen treten mehrmals täglich auf und halten bis zu 2 Stunden an, und das während 6 bis 8 Wochen. Zu den Symptomen gehören gerötete und tränende Augen, eine vorübergehende Verkleinerung der Pupille und das Nasenlaufen auf der betroffenen Kopfseite. Diese Kopfschmerzen werden ähnlich behandelt wie die ophtalmische Migräne. Steroide und andere Medikamente müssen manchmal eingesetzt werden.


Temporale Arteriitis

Bei der temporalen Arteriitis handelt es sich um ein ernstzunehmendes Leiden, das hauptsächlich bei älteren Personen auftritt. Es handelt sich um eine immunisierende Störung, bei welcher Arterien weich werden und sich entzünden. Diese Krankheit wird nach der temporalen Arterie, da diese meistens von diesem Leiden betroffen ist, benannt.

Es treten Kopfschmerzen in Form eines konstanten Schmerzes bei den Schläfen auf. Andere Symptome sind: Gewichtsverlust, Müdigkeit, Arthritis (vor allem in den Achseln), Fieber, Schmerzen und Schwierigkeiten beim Kauen. Auch können visuelle Symptome auftreten, da der Sehnerv oder die Netzhaut zu wenig Blut erhalten, was zu einem vorübergehenden Sehverlust ( Amaurosis Fugax) oder zu einem bleibenden Sehverlust, im allgemeinen auf einem Auge, führen kann (siehe  Sehnerv-Anfall oder  Verschluss der Netzhaut).
Bei einer temporalen Arteriitis weisen die meisten Menschen eine erhöhte Blutsenkung auf. Die Diagnose wird anhand einer Biopsie der temporalen Arterie gestellt. Steroide können zur Behandlung eingesetzt werden, so dass das Sehvermögen des betroffenen Auges wiederhergestellt werden kann. Eine nicht behandelte temporale Arteriitis kann zu einem Sehverlust auf beiden Augen führen.

 

Sinuserkrankung

Die Augenhöhle ist, ausgenommen der äusseren Teile der Höhlenwand, vom Sinus umgeben. Eine Sinusinfektion kann Schmerzen in den betroffenen Zonen verursachen und kann sich auf das Auge und über das Gesicht ausstrahlen. Die Kopfschmerzen, die sich beim Vornüberbeugen noch verstärken, sind dumpf, schmerzhaft und stechend. Eine Stirnhöhlenentzündung kann in Verbindung mit der  Verstopfung des Dränagesystems auftreten, was zu tränenden Augen auf der betroffenen Kopfseite oder zu einer Infektion des Tränenkanals führen kann.

Es kommt vor, dass sich eine Stirnhöhlenentzündung auf die Haut der entsprechenden Augenpartie überträgt ( Zellgewebsentzündung der Augenlider) oder sich, vor allem bei Kindern, in der Augenhöhle ausbreitet ( Zellgewebsentzündung der Augenhöhle). Dieses Augenleiden muss mit starken Antibiotika behandelt werden.

Zona (Herpes Zoster)

Bei der Zona handelt es sich um eine Reaktivierung des Windpockenvirus. Wenn jemand die Windpocken gehabt hat, ruht dieser Virus in den Nervenzellen. Es kann nun aber vorkommen, dass der Virus reaktiviert wird (oftmals während einer Stress-, Krankheits- oder Schwächeperiode), so dass Blasen auf der Haut, den Sinnesnerven entlang, entstehen (z.B den Sinnesnerven entlang, die mit dem Skalp, dem oberen Lid, dem Auge und der Nase in Verbindung stehen).

Ein typisches Krankheitsbild ist, dass die Blasenzone, welche schmerzt und brennt, nie die betroffene Gesichtshälfte überschreitet. Manchmal kann der Schmerz der Blasenbildung vorausgehen.
Einige antiviröse Medikamente können die Dauer und die Intensität des Leidens vermindern. Sofern ein ganz bestimmter Teil des Sinnesnervs, der sich im Kopf befindet, in Mitleidenschaft gezogen wird, kann auch das Auge von der Zona betroffen sein. Fast alle Teile des Auges können dann befallen werden. Beim ersten Auftreten der Symptome sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, um das Leiden sofort unter Kontrolle zu bringen.

Andere Ursachen für Kopfschmerzen

Es gibt viele Fälle, wo die Kopfschmerzen nicht direkt mit den Augen zusammenhängen. Das Auge und die Augenhöhle werden aber oft als Referenzzonen für Kopfschmerzen, die anderswo ausgelöst werden, angesehen. Einige solche Stellen sind:

  • Ohren- und Zahnschmerzen können sich auf die Augenhöhle austrahlen.
  • Krankheiten am seitlichen Kieferknochen können Schmerzen in den Augen, Zahn-, Ohren- und Halsweh, und Schmerzen am Sinus verursachen.
  • Probleme mit der Nackenwirbelsäule können Schmerzen verursachen, die sich auf das Auge und die Augenhöhle ausstrahlen.
  • Die Trigeminusneuralgie ist ein kurzer Anfall starker Schmerzen auf einer Gesichtshälfte. (Meistens in der Augengegend.) Die Schmerzen können sehr stark und schneidend sein. Es gibt verschiedene Behandlungen, um dieses Leiden zu heilen.

Weitere Schmerzsymptome, die auf anderen Seiten behandelt werden:

 

Probleme mit Kontaktlinsen - Schmerzen, Unbehagen, Kratzgefühle. Kopfschmerzen können infolge einer nicht richtig angepassten Linse, infolge einer Infektion auf der Hornhaut oder eines Mangels an Sauerstoff auf der Hornhaut entstehen.
Verletzung an der Hornhaut - Schmerzen, tränende Augen, Gefühl eines Fremdkörpers im Auge
Geschwür auf der Hornhaut - Eine Infektion auf der Hornhaut kann Schmerzen, Kopfschmerzen, undeutliches Sehen und Rötungen verursachen.
Bindehautentzündung - „Rosa Auge", das mit Rötungen, überlaufenden Augen und angeschwollenen Lidern in Verbindung steht und so zu Kopfschmerzen führen kann.
Dakryozystitis - Diese Infektion des Dränagesystems der Tränen kann Schmerzen, Kopfschmerzen und tränende Augen verursachen.
Trockene Augen - Reizungen, Kratzgefühle, manchmal tränende Augen
Akuter Grünstar - Schmerzen, undeutliches Sehen, Lichtsäume um Lampen herum und Kopfschmerzen
Iritis - Schmerzen, Lichtüberempfindlichkeit, undeutliches Sehen
Lähmung der Augenmuskeln - Wenn die Lähmung durch eine Nervenlähmung verursacht wird, kann es zu Kopfschmerzen kommen.
Optische Neuritis - Die Entzündung des Sehnervs kann Kopfschmerzen, Schmerzen beim Bewegen der Augen und undeutliches Sehen verursachen.
Zellgewebsentzündung der Augenhöhle (Infektion) - Eine Infektion der Augenhöhle hinter dem Auge kann Kopfschmerzen, ein „doppeltes" und undeutliches Sehen, Schmerzen und ein heraustretendes Auge hervorrufen.
Skleritis - Schmerzen, undeutliches Sehen, Rötungen
Schilddrüsenerkrankung - Kratzgefühle, „doppeltes" und undeutliches Sehen, heraustretendes Auge

 

 

 

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