Perret Augenoptiker
 
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DAS AUGE BETREFFENDE SYMPTOME

Mouches volantes", Lichtblitze, farbige Lichtsäume um Lampen herum, anormales Farbensehen, deformiertes Sehen

 

Diese Seite beinhaltet:

 

 

Einführung: „mouches volantes", Lichtblitze, farbige Lichtsäume um Lampen herum, anormales Farbensehen, deformiertes Sehen

Diese Seite behandelt visuelle Phänomene, wie „mouches volantes", verschiedene Lichtblitze, farbige Lichtsäume um Lampen herum, anormales Farbensehen und das deformierte Sehen.
In der ersten Gruppe werden die „mouches volantes" und die Lichtblitze aufgeführt. Eine separate Sektion behandelt die farbigen Lichtsäume um Lampen herum, das anormale Farbensehen, das deformierte Sehen und der Röhrenblick.

Bedingungen:

Für anatomische Erläuterungen: ANATOMIE

 

„Mouches volantes" und Lichtblitze

Ablösen des Glaskörpers

Der Glaskörper ist eine Art Gallerte, welcher einen grossen Teil des Auges ausmacht. Dieser Glaskörper ist an der Netzhaut und am Kopf des Sehnervs angeheftet, wobei die Haftung an die Netzhaut schwächer ist als jene an den Nerv. Mit dem Alter wird diese Gallerte immer flüssiger. Es kann nun vorkommen, vor allem im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, dass sich der Glaskörper im Auge verschiebt. Seine Oberfläche löst sich sodann von der Netzhaut ab, was im allgemeinen ein natürlicher Prozess darstellt. Liegt jedoch eine starke Kurzsichtigkeit oder ein Augentrauma vor, so kann dieser Prozess anormal, das heisst, schon in jüngeren Jahren auftreten. Während des Ablöses verursacht der Glaskörper auf der Netzhaut ein Ziehen, was zu Lichtblitzen an den Rändern des Sehfeldes führt.

Diese Symptome erscheinen vor allem beim Sehen in der Nacht. Auch können sich Splitter im Glaskörper ablagern und den Eindruck von „mouches volantes" verursachen.Nach einigen Tagen oder Wochen gehen diese Symptome normalerweise von selbst wieder weg. Manchmal können sie sich jedoch über längere Zeit hinwegziehen.
Sollte ein Ablösen des Glaskörpers vorliegen, ist es sehr wichtig, so rasch als möglich von einem Augenarzt abklären zu lassen, ob die Netzhaut unbeschädigt ist, denn in einem Fall auf 10'000 führt das Ablösen des Glaskörpers zu einem Ablösen der Netzhaut. (Das Ablösen des Glaskörpers ist eigentlich die häufigste Ursache für das Ablösen der Netzhaut.)

Vitreous Floaters

 

 

Riss in der Netzhaut

Ein Riss in der Netzhaut kann infolge eines Traumas, einer Augenverletzung, beim Ablösen des Glaskörpers oder beim Vorhandensein anderer Risikofaktoren entstehen. Es kommt zu Lichtblitzen und zu „mouches volantes", die anhand von abgelagerten Splittern oder anhand von Blut (wenn sich der Riss direkt auf einem Blutgefäss befindet) hervorgerufen werden. Ein Riss in der Netzhaut kann von einem Augenarzt bei einer Routineuntersuchung diagnostiziert werden. Damit man einem Ablösen der Netzhaut vorbeugen kann, wird der Riss mit Laser behandelt.

  Retinal Detatchment

 

Uveitis

Die Uveitis umfasst eine Krankheitsgruppe, die zu Entzündungen im Innern des Auges führt. Um einen ähnlichen Zustand handelt es sich bei der
 Iritis, der Entzündung der vorderen Strukturen im Innern des Auges, die mit Schmerzen, Rötungen und Lichtüberempfindlichkeit verbunden ist. Dieselben Symptome können bei der Uveitis, bei der es sich aber um die Entzündung der hinteren Augenstrukturen (Netzhaut, Chorioidea und Sehnerv) handelt, auftauchen. Bei der Uveitis können Splitter, die sich im Glaskörper eingenistet haben, Entzündungen hervorrufen und „mouches volantes" verursachen. Wenn dieses Augenleiden anhält, kann es zu einer trüben und vernebelten Sicht kommen.
Es gibt mehrere pathologische Ursachen, die zu einer Uveitis, die sich vor allem anhand von „mouches volantes" und dem undeutlichen Sehen bemerkbar macht, führen können: Sarkomatose, Toxoplasmose, okulare Histoplasmose, Choroiditis, Syphilis, Candidiasis, virale Uveitis, das Vogt-Koyanagi-Harada Syndrom, und die Uveitis, die mit Aids in Verbindung steht.
 

Entoptische Phänomene

Entoptische Phänomene können ganz normale Symptome sein, die man ganz plötzlich wahrnimmt und die einem glauben machen können, dass mit den Augen etwas nicht stimmt. Entoptische Phänomene sind jedoch ganz ungefährliche Erscheinungen, die beim Sehen gegen den hellen Himmel oder gegen eine weisse Oberfläche wahrgenommen werden. Aufgrund von Blutzellen, die in die Gefässe der Netzhaut fliessen, kann es zu kleinen funkelnden Pünktchen vor den Augen kommen. „Mouches volantes" und Fäden vor den Augen sind also nicht immer krankhaft bedingt; sie können auch als Folge der Verflüssigung des Glaskörpers auftreten.
 

Ophtalmische Migräne (Augenmigräne)


Der ophtalmischen Migräne gehen während ca. 20 bis 30 Minuten zickzack-förmige Auren voraus, bevor sich Kopfschmerzen einstellen. (Bei manchen Leuten kommt es lediglich zu visuellen Veränderungen ohne Kopfschmerzen.) Die Auswirkungen dieser Migräne auf das Sehvermögen können ziemlich drastisch sein. Ganz typisch ist der kleine blinde Fleck im Sehfeld, der begleitet wird von erhellten Zickzackformen, die sich vom Zentrum des Sehfelds aus ausbreiten und sich von dessen einen Seite zur anderen hinziehen. Das Auftauchen eines solchen Phänomens, welches nicht „übersehen" werden kann, lässt oft glauben, dass es sich um einen Hirnschlag handle. Es handelt sich bei der ophtalmischen Migräne jedoch um ein Phänomen, das ausser den aufgeführten visuellen Erscheinungen und den eventuell einsetzenden Kopfschmerzen keine Folgen hat. Da sich der Ursprung dieser Migräne im Gehirn befindet, befinden sich die visuellen Symptome auf beiden Augen im gleichen Teil des Sehfelds.

Einige Personen weisen eine Variante dieser Migräne auf: So kann das zentrale Sehen beeinträchtigt werden. Auch kann es sein, dass das vom Auge erfasste Bild zittert, oder dass sich ein kaleidoskopischer Effekt, begleitet von einer blinden Zone im Sehfeld, einstellt. All diese Phänomene sind Begleiterscheinungen der ophtalmischen Migräne.


Farbige Lichtsäume um Lampen herum

Lichtsäume um Lampen herum, die besonders nachts auftreten, sind Zeichen für ein Oedem auf der Hornhaut. Verschiedene Faktoren, welche unter Oedem auf der Hornhaut besprochen werden, können zu einem solchen Oedem führen. Auch spezielle Bedingungen der Augenlinse oder ein Graustar können solche farbige Lichtsäume erzeugen.
 

Anormales Farbensehen

Die Farben werden hauptsächlich mit dem zentralen Teil der Netzhaut, der Makula, wahrgenommen. Wenn die Makula beschädigt ist, kommt es zu einem Verlust der Farbwahrnehmung. Ungefähr 8 % der Männer und 0.5 % der Frauen weisen von Geburt auf einen gewissen Farbwahrnehmungsverlust auf. Es handelt sich dabei um ein genetisch bedingtes Phänomen. Die Farben werden von diesen Personen schwächer wahrgenommen, was zu Verwechslungen zwischen verschiedenen Farben führen kann. Im allgemeinen sind beide Augen davon betroffen.

Es gibt mehrere pathologische Ursachen im Zusammenhang mit der Makula, die zu einem Verlust der Farbwahrnehmung führen können. Mehrere Ursachen sind genetisch bedingt. Es kann auch zu einem totalen Verlust des Sehvermögens kommen. Probleme mit der Netzhaut, wie z.B. die zentrale seröse Korioretinapathie, das Oedem auf der Makula oder die Makula-Degeneration und die Epiretinale Membran können zu einer vorübergehenden Störung der Farbwahrnehmung führen.

Einige Graustararten können nach und nach das Farbwahrnehmungsvermögen angreifen. Der Graustar absorbiert die blaue Farbe, was dazu führt, dass alles blauer erscheint. Auch Störungen am Sehnerv sowie die  optische Neuritis vermindern nach und nach die Farbwahrnehmung, so dass die Farben ausgewaschen erscheinen.

Deformiertes Sehen

Beim deformierten Sehen erscheinen gerade Linien krumm, hakenförmig oder gewellt. Diese Erscheinungen werden durch die Netzhaut verursacht.
Da es bei der  Makula-Degeneration zu denselben Symptomen kommen kann, sollte jede Deformations-Erscheinung vom Augenarzt untersucht werden. Auch das  Oedem auf der Makula und die  zentrale seröse Korioretinopathie können zum Anschwellen der Netzhaut, und so zu einem deformierten Sehen führen.

Anhand des Testgitters von Amsler können Augenärzte und Optiker eventuelle Deformationen beim Sehen erkennen.

Röhrenblick

Beim Röhrenblick fällt das periphere Sehen aus, so dass nur noch das zentrale Sehen vorhanden ist. (Wie beim Schauen durch eine Röhre.) Es gibt gewisse Ursachen, die zu diesem Phänomen führen können:

  •  Der Grünstar: Ein ernsthafter Grünstar führt zu einem totalen Verlust des peripheren Sehens, wobei eine kleine Insel im zentralen Sehfeld übrigbleibt. Manchmal kann sogar auch diese kleine Zone verlorengehen.
  • Pigmentäre Retinitis: Es handelt sich um ein vererbtes Augenleiden, das vor allem bei den Männern vorkommt. Die periphere Netzhaut erzeugt Pigmentablagerungen, so dass das periphere Sehen nach und nach immer schwächer wird. Auch kann das zentrale Sehen in Mitleidenschaft gezogen werden. Die betroffenen Personen können dann Schwierigkeiten haben, in der Nacht zu sehen. Eine Ursache für dieses Augenleiden kann der Graustar sein. Ausser dem Filtertragen, dem Sich-nicht-dem-Licht-Aussetzen und der Einnahme von zusätzlichem Vitamin A (eine Wirkung ist jedoch noch nicht bewiesen!) gibt es für diese Krankheit eigentlich noch keine spezifische Behandlung.
  •  Zerebralvaskulare Anfälle: Ein Hirnschlag, der beide Seiten der Sehzentren im Gehirn in Mitleidenschaft zieht, kann einen totalen Sehverlust verursachen. Glücklicherweise ist dieser Vorfall eher selten.

 

 

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