Augenkrankheit
MEDIKAMENTE UND DIE AUGEN
Auf dieser Seite werden die Auswirkungen der Medikamente auf die Augen und
das Sehvermögen behandelt. Es handelt sich nicht um einen vollständigen Katalog,
der alle möglichen Auswirkungen der verschiedenen Medikamente aufzeigt. Es wird
hier lediglich eine Liste von den bekanntesten Medikamenten, die sich auf das
Sehen auswirken können, angeboten. Es will also nicht heissen, dass ein Medikament,
das auf der Liste nicht eingetragen ist, keine Wirkungen auf das Sehen und die
Augen haben kann. In der Liste sind Medikamente mit und ohne ärztliche Verschreibung,
und legale und illegale Drogen verzeichnet. Medikamente, die spezifisch auf
die Augen angewendet werden, sind in der Liste nicht aufgeführt.
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- Bei den Antihistaminen handelt es sich um Medikamente, die mit oder ohne
ärztliche Verschreibung erhältlich sind. Sie sind in flüssiger Form, in Kapseln
oder Tabletten (wie Alkaseltzer) erhältlich und können z.B. gegen Schmerzen
eingenommen werden. Auf der Packung der Antihistamine wird oft vermerkt, dass
sie im Falle eines Grünstars nicht eingenommen werden dürfen. In der Regel
können jedoch die meisten Personen, die einen Grünstar haben, diese Medikamente
ohne Probleme einnehmen. Vor allem bei einem Grünstar mit offenem Winkel sollten
sie keine Nebenwirkungen verursachen. Bei der selteneren Grünstarform, dem
Grünstar mit engem oder geschlossenem Winkel, kann die Einnahme von Antihistaminen
einen Grünstaranfall" auslösen.
Das Medikament macht nämlich, dass sich das Dränagesystem voll und ganz
blockiert,
so dass der Augeninnendruck sehr rasch ansteigt. Es kommt dadurch zu
Schmerzen,
zu undeutlichem Sehen, zu roten Augen, zu farbigen Lichtsäumen um Lampen
herum,
zu Uebelkeit und Erbrechen. Sollten Antihistamine infolge eines Grünstars
solche Symptome auslösen, so handelt es sich um einen Notfall, da die Sehkraft
für immer verlorengehen kann. Viele Personen weisen ein Grünstarrisiko auf,
ohne es zu wissen. Eine kürzliche Studie hat z.B. gezeigt, dass Personen mit
vietnamesischer Abstammung ein erhöhtes Risiko für diesen Grünstartyp
aufweisen.
Im Zweifelsfall sollte daher der Augenarzt aufgesucht werden, der abschätzen
kann, ob Antihistamine eingenommen werden können. Für weitere Informationen
siehe unter
Grünstar.
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Aspririn
- Das Aspirin weist viele positive Nebenwirkungen auf, wie z.B. die Wirkung
auf das kardial-vaskulare System. (Es wirkt wie ein Antikoagulans.) Neben
der vorteilhaften Wirkung auf Gefässe kann das Aspirin jedoch Blutungen im
Auge (wie bei den Blutungen unter der Bindehaut) und blaue Flecken nach einem
Trauma verstärken. Die meisten Augenchirurgen raten deshalb, eine Woche vor
einer Operation keine Aspirine mehr einzunehmen.
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Vitamin A
- Das Vitamin A ist bekannt für seine positive Wirkung auf die Augen. Die
Netzhaut braucht eine gewisse Menge an Vitamin A, um funktionsfähig zu sein.
Diese Menge kann anhand einer ausgewogenen Ernährung, ohne zusätzliche Nahrungspräparate,
zu sich genommen werden. Eine erhöhte Dosis an Vitamin A konnte bisher keine
günstige Wirkung auf die Erhaltung des Sehvermögens bei einer Degeneration
(wie bei der pigmentären Retinitis) vorweisen. Die Einnahme von einer zu hohen
Dosis an Vitamin A kann sogar gefährlich sein, da sich dieses Vitamin im Körper
anlagert. Das zuviel eingenommene Vitamin A kann einen zerebralen Pseudotumor
hervorrufen oder den zerebro-spinalen Druck erhöhen, was zu einem Oedem auf
dem Sehnerv, zu Kopfschmerzen und Sehstörungen führen kann.
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Accutane
- Accutane werden bei der Aknebehandlung eingesetzt. Dieses Mittel ist
bekannt dafür, dass es Schleim austrocknet, wovon aber auch das Auge betroffen
ist. Die Symptome sind: Austrocknen der Augen, Gefühl eines Fremdkörpers
im Auge, Rötungen, Brennen und eventuell undeutliches Sehen. Künstliche
Tränenflüssigkeiten und Salben können lindern. Accutane kann auch zu Sehstörungen
und zu Nachtblindheit führen.
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- Die Medikamentenklasse, zu welcher Amitriptyline gehört, kann mehrere Nebenwirkungen
auf das Auge haben. Es kann zu einer Tränenverminderung kommen, was zu trockenen
Augen und zu den dazugehörigen Komplikationen führt. Auch kann es dazu
kommen,
dass man Bilder nicht mehr richtig erfassen kann. (Verminderung der
Akkomodationsfähigkeit.)
Dies führt zu Schwierigkeiten bei der Nah- und Fernsicht. Auch können diese
Medikamente einen akuten Grünstar im Irido-Hornhaut-Winkel hervorrufen.
Menschen,
die an einem Grünstar mit offenem Winkel leiden, haben keine Probleme mit
diesen Medikamenten. Konsultieren Sie Ihren Augenarzt, um sicher zu gehen,
dass bei der Einnahme dieses Medikamentes kein Risiko eingegangen wird. Für
weitere Informationen siehe Anti-Histamine.
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Psychotrope Medikamente
- Viele Medikamente dieser Kategorie können bei Personen, bei denen Verdacht
auf einen möglichen Grünstar vorliegt, eine Schliessung des Irido-Hornhaut-Winkels
verursachen. Die meisten Personen, die an einem Grünstar leiden, weisen aber
den Grünstar mit offenem Winkel auf und haben so keine Probleme mit diesen
Medikamenten. Konsultieren Sie Ihren Augenarzt, um sicher zu sein, dass Sie
bei der Einnahme solcher Medikamente kein Risiko eingehen. Für weitere Informatione
siehe Anti-Histamine.
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Amiodarone (Cordarone)
- Beim Amiodarone handelt es sich um ein Medikament für das Herz, das sich
aber auch auf das Auge auswirken kann. Die Nebenwirkungen zeigen jedoch nur
selten Symptome auf. Eine Person, die dieses Medikament einnimmt, kann nach
einer bestimmten Zeit Hornhautprobleme aufweisen. Nur selten kommt es dadurch
zu einer Sehverminderung, doch können Blendungen auftreten. Diese Sehstörungen
können jedoch rückgängig gemacht werden.
Kürzlich hat man herausgefunden, dass zwischen dem Amiodarone und der optischen
Neuritis oder der optischen Neuropathie eine Verbindung besteht. Dies hat
dazu geführt, dass der Fabrikant des Cordarone (Amiodarone) die Wirkung dieses
Medikaments überprüfen und die Angaben darüber vervollständigen musste. Es
ist heute belegt, dass Personen, die diese Medikamente einnehmen, eine optische
Neuritis oder Neuropathie entwickeln können. Dieses Leiden kann jederzeit
während der Einnahme dieses Medikamentes auftauchen. Alle Personen, die Amiodarone
einnehmen, sollten sich daher regelmässig vom Augenarzt untersuchen lassen,
vor allem dann, wenn allgemeine Sehveränderungen, wie z.B. Veränderungen beim
peripheren Sehen, vorliegen.
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Chloroquine
- Chloroquine sind Medikamente, die gegen die Malaria eingesetzt werden. In
seltenen Fällen werden sie auch bei Arthritis eingenommen. (Bei Arthritis
wird jedoch öfters Plaquenil (Hydroxychloroquine) eingesetzt, da es weniger
Nebenwirkungen aufweist.) Die Einnahme dieses Medikamentes kann zu einer Beschädigung
am Sehnerv und zu verschiedenen Netzhautproblemen führen. Es kann z.B. einer
Degeneration der Netzhaut hervorrufen, was zu einem Verlust von Sehzonen im
Sehfeld und zu einem undeutlichen zentralen Sehen führen kann. Siehe Sektion
Plaquenil.
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Cimetidine
- Dieses Medikament gegen Geschwüre führt in seltenen Fällen bei Personen,
die dazu veranlagt sind, zu einem Grünstar mit engem Winkel. Die meisten Personen
weisen aber einen Grünstar mit offenem Winkel auf, und haben mit diesen Medikamenten
somit keine Probleme. In Zweifelsfällen konsultieren Sie einen Augenarzt.
Für weitere Informationen siehe Anti-Histamine.
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Chlorpromazine (Thorazine)
- Beim Thorazine handelt es sich um ein Medikament, das bei psychischen Leiden
eingesetzt wird. Wird das Thorazine in hoher Dosis eingenommen, so kann es
zu einer Pigmentierung der Bindehaut, der Hornhaut und der Lider kommen. Auch
kann sich die pigmentäre Veränderung an der Netzhaut zeigen. Es ist auch nicht
ausgeschlossen, dass sich ein Graustar entwickeln kann. Dieses Medikament
gehört der Klasse der Phenothiazine"an. Das Mellaril (Thioridazine) kann
ähnliche Nebenwirkungen aufzeigen.
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Chlorpropamide
- Dieses Medikament wird bei Diabetes eingesetzt und kann in seltenen Fällen
den Sehnerv beschädigen.
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Digitaline
- Dieses Medikament wird bei Herzbeschwerden eingesetzt. Es kann sich auf
die Augen auswirken und so z.B. Flimmern vor den Augen und Lichtsäume um Lampen
herum verursachen. Bei einer Ueberdosis an Digitaline kann sich die Sicht
gelblich färben. Es ist wichtig, die Konzentration dieses Medikamentes im
Blut unter Kontrolle zu halten, da diese aus verschiedenen Gründen schwanken
kann.
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Ephedrine
- Dieses Stimulierungsmittel kann zu einer Erweiterung der Pupille führen.
Bei Personen, die darauf anfällig sind, kann es aber auch einen Grünstar mit
engem Winkel hervorrufen.
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Oestrogene
- Oestrogene werden nach der Menopause eingesetzt, um den Hormonmangel auszugleichen.
Eine kürzliche Studie hat gezeigt, dass die Oestrogene, die nach der Menopause
eingenommen werden, einen Schutz gegen die Entwicklung eines Graustars (Kerngraustar)
bieten kann.
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5 - Fluoro-Uracil (5-FU)
- Dieses Mittel wird während einer Chemotherapie bei Krebs eingesetzt. Es
kann eine Vernarbung des Dränagesystems der Tränen (naso-lacrimale Verstopfung)
hervorrufen, was zum Ueberlaufen der Augen führt.
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Ethambutal
- Dieses Medikament wird bei Tuberkulose eingesetzt und kann in seltenen Fällen
den Sehnerv beschädigen.
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Haldol
- Dieses Beruhigungsmittel, das bei psychischen Beschwerden eingesetzt wird,
kann die Tränenproduktion und die Fähigkeit, ein Bild richtig zu erfassen,
vermindern. Es kann auch die Pupille erweitern und bei Personen, die anfällig
sind, einen Grünstar mit engem Winkel hervorrufen. Für weitere Informationen
siehe unter Sektion Dreizyklische
Antidepressiva.
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Indomethacin
- Dieses entzündungshemmende Mittel führt in seltenen Fällen zu Ablagerungen
an der Oberfläche der Hornhaut. Es kann so zu visuellen Veränderungen kommen.
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Isoniazide
- Dieses Medikament wird bei Tuberkulose eingesetzt und kann in seltenen Fällen
den Sehnerv beschädigen.
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Minocycline
- Dieses Medikament, das ähnlich wirkt wie das Tetracycline, wird zur Behandlung
von Akne und Akne Rosacea oral eingenommen. Es hat sich gezeigt, dass dieses
Medikament eine Pigmentierung am weissen Teil des Auges (Sklera) hervorrufen
kann. Es handelt sich entweder um eine blaugraue, oder aber um eine bräunlich
bis schwarze Einfärbung. Auch kommt es bei den der Sonne ausgesetzten Körperzonen
zu solchen Verfärbungen. So kann es zu einer Pigmentierung der Haut, der Zähne
und der Nägel kommen. Wenn diese Verfärbung frühzeitig entdeckt wird, so kann
eine Absetzung des Medikamentes diese Veränderungen beheben.
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Nalidixic Acid
- Bei diesem Medikament handelt es sich um ein Mittel, das die Gehirnflüssigkeit
und den Druck um das Gehirn herum erhöht, und somit einen Pseudo-Tumor des
Gehirns" verursachen kann. Dies führt zu Kopfschmerzen, zu Sehveränderungen
und zu einem angeschwollenen Sehnerv.
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Nasal Steroids (spray)
- Das Inhalieren von Steroiden gegen Asthma kann bei Personen, die dieses
Mittel regelmässig anwenden, zu einem Grünstar mit offenem Winkel führen.
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Niacin, Niacinamide
- Dieses Medikament kann ein Oedem auf der Netzhaut, genannt das zystenartige
Oedem auf der Makula", hervorrufen. Häufig kommt es dadurch zu undeutlichem
Sehen.
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Oral eingenommene Verhütungsmittel
- Die oral eingenommenen Verhütungsmittel können viele Augenprobleme hervorrufen.
Sie können der Grund für Migräne sein. Auch können sie den Druck der Flüssigkeit
um das Gehirn herum (Pseudotumor des Gehirns) erhöhen und so zu Kopfschmerzen,
zu Sehveränderungen und zum Anschwellen des Sehnervs führen. Auch gewisse
Probleme mit den Netzhautgefässen können entstehen, oder aber sich verschlimmern.
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- Beim Plaquenil handelt es sich um ein entzündungshemmendes Medikament, das
auch bei Rheuma, wie z.B. bei der rheumatischen Arthritis, oder bei der Lupuserkrankung
eingesetzt wird. Das Plaquenil wird, ähnlich wie das Chloroquine (das Chloroquine
enthält aber mehr Giftstoffe), gegen Malaria eingesetzt. Das Plaquenil verursacht
in seltenen Fällen Netzhautprobleme, die das zentrale Sehen beeinträchtigen
(Makula). Zudem können auch folgende Probleme auftreten: Undeutliches und
deformiertes Sehen, Verlust des Farbensehens, blinde Zone im Sehfeld und Lichtsäume
um Lampen herum. Wird das Medikament jedoch in den vorgeschriebenen Mengen
eingenommen, kommt es nur selten zu solchen Problemen. Es wird aber trotzdem
empfohlen, einmal pro Jahr eine Kontrolle durchzuführen, um erste Vergiftungsanzeichen
sofort zu erkennen. Ein Test anhand des Gitters von Amsler kann zudem helfen,
visuelle Veränderungen so früh als möglich zu erkennen. Wenn das Medikament
bei den ersten Vergiftungsanzeichen abgesetzt wird, kann ein Sehverlust umgangen
werden.
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Quinine
- Das Quinine verursacht in seltenen Fällen Schwierigkeiten beim Sehen in
der Nacht. Wenn schwangere Frauen Quinine einnehmen, so kann dies beim Ftus
zu einer Hypoplasie des Sehnervs" führen, was sich dann bei der Geburt anhand
eines unterentwickelten Sehnervs manifestiert.
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Rifabutin
- Dieses Medikament wird zur Vorbeugung des Mycobacterium avium", eine Infektion,
die bei HIV positiven Personen auftreten kann, eingesetzt. Dieses Medikament
kann bei gewissen Personen zu einer Entzündung im Innern des Auges (Iritis
oder Uveitis) führen.
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TTF-Pflaster (Scopolamine)
- Dieses Pflaster, das gegen Seekrankheit hilft, wird meistens hinter dem
Ohr angebracht. Das Scopolamine kann bewirken, dass sich die Pupille während
3 bis 5 Tagen erweitert. Auch kann es bei der Nahsicht zu einer Verminderung
der Fähigkeit, ein Bild richtig zu erfassen (Akkomodation), kommen. Wird das
Medikament jedoch normal, also wie vorgeschrieben eingenommen, so kommt es
im allgemeinen zu keinen solchen Nebenerscheinungen.
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Steroide (Prednisone)
- Die oral eingenommenen oder intravenös eingeführten Steroide werden bei
Asthma- oder Emphysemanfällen, oder aber als Entzündungshemmer bei Arthritis
eingesetzt. Auch werden sie bei Organtransplantationen angewendet. Wird das
Medikament nur über eine kurze Zeit eingenommen, kommt es zu keinen Symptomen,
die in Verbindung mit den Augen stehen. Wird das Medikament jedoch über eine
längere Zeit eingesetzt, kann es zu zwei Sorten von Komplikationen kommen:
· Es kann sich ein Grünstar entwickeln, da sich bei Personen, die anfällig
sind, der Augeninnendruck durch das Medikament nach drei oder vier Wochen
erhöht. Der Grünstar kann dann mit Medikamenten behandelt werden, und der
Druck normalisiert sich, sobald die Steroide abgesetzt werden, von selber
wieder.
· Es kann zu einem Graustar kommen, der sich durch die Einnahme von Steroiden
auf der Hinterseite der Augenlinse entwickelt. Dieser Graustar wird Graustar
mit hinterer Schalentrübung" genannt. Er entwickelt sich sehr rasch und
verursacht ein undeutliches Sehen, das mit starkem Flimmern vor den Augen
verbunden ist. Dieser Graustar kann nur anhand einer Operation behandelt
werden.
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Tamoxifen
- Dieses Medikament wird oft bei Brustkrebs eingesetzt. Manchmal kann es kristalline
Ablagerungen auf der Netzhaut und auf der Hornhaut hervorrufen.
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Tetracycline
- Beim Tetracycline handelt es sich um ein Antibiotika, das vermag, eine ölige
Sekretion flüssiger zu machen. So wird es bei einer Aknebehandlung eingesetzt.
Es verflüssigt auch die ölige Sekretion der Mebomiusdrüsen", die sich in
den Lidern befinden.
Dies kann einem Chalazion vorbeugen und kann Entzündungen an den Liderrändern
lindern (Blepharitis
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Thioridazine (Mellaril)
- Dieses Medikament gehört zu derselben Medikamentenklasse wie das Chloropromazine
(Thorazine). Wird das Medikament chronisch eingesetzt, kann es das Sehvermögen
in der Nacht vermindern und zu blinden Zonen im Sehfeld führen. Pigmentveränderungen
auf der Netzhaut können eine bräunliche Sicht verursachen.
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Alkohol (Ethanol)
- Beim chronischen Alkoholkonsum werden die Augen nur selten von Komplikationen
verschont. Eine akute Alkoholvergiftung führt zu undeutlichem Sehen, zu einer
Erweiterung der Pupillen, zu roten Augen, zu doppeltem" Sehen und zu Schwierigkeiten,
Bilder richtig zu erfassen (Akkomodation). Der chronische Alkoholkonsum kann
den Sehnerv beschädigen, was zu einem bleibenden Sehverlust, zu blinden Zonen
im Sehfeld und zu einer Verminderung bei der Farbwahrnehmung führt. Ein unkontrollierter
Alkoholkonsum kann eine Migräne mit einer visuellen Aura (Lichtblitze in Zickzack-Form),
ohne begleitende Kopfschmerzen auslösen. (Auch einige sich im Wein befindenen
chemischen Substanzen können eine Migräne auslösen.)
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Tabak
- Der Tabak an und für sich stellt keine Droge dar. Das Nikotin jedoch, das
sich im Tabak befindet, ist eine Droge, die zur Abhängigkeit führen kann.
Das Nikotin allein verursacht wahrscheinlich keine Augenprobleme. Andere Komponenten
im Tabakrauch können sich aber sehrwohl auf die Augen auswirken:
- Der Graustar. Studien haben gezeigt, dass das Tabakrauchen bei den
Männern das Risiko eines Graustars und bei den Frauen das Risiko, dass
ein Graustar chirurgisch behandelt werden muss, erhöht.
- Eine Makula-Degeneration. Studien zeigen, dass das Tabakrauchen sowohl
bei den Männern als auch bei den Frauen das Risiko einer Makula-Degeneration
erhöht, was zu einem raschen und nicht rückgängig zu machenden Sehverlust
führt.
- Gefässerkrankungen. Das Tabakrauchen ist bekannt dafür, dass es zur
Arteriosklerose, zu einer Verhärtung der Arterien, führt, die auch im
Zusammenhang mit Cholesterinproblemen und mit zu hohem Blutdruck (mit
anderen Faktoren verbunden) steht. Die Arteriosklerose kann Gefässprobleme
betreffend der Augen, wie z.B. dem Verschluss der Netzhautvene und der
Netzhautarterie, und Schäden am Sehnerv begünstigen. Es handelt sich um
ernsthafte Probleme, die zu einem wesentlichen Sehverlust führen können.
- Ein beschädigter Sehnerv. Wird der Tabak zusammen mit Alkohol konsumiert,
kann dies den Sehnerv beschädigen.
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Amphetamine
- Amphetamine reduzieren die Fähigkeit der Augen, Bilder richtig zu erfassen
(Akkomodation) und erweitern die Pupillen. Aufgrund der Pupillenerweiterung
besteht das Risiko eines Grünstars mit engem Winkel. Bei diesem Grünstar erhöht
sich der Augeninnendruck sehr stark, was zu Schmerzen, zu Rötungen, zu undeutlichem
Sehen, zu einem Sehverlust, zu Lichtsäumen um Lampen herum, zu Uebelkeit und
zu Erbrechen führen kann. Beim Grünstar mit engem Winkel handelt es sich um
einen ophtalmologischen Notfall. Amphetamine können auch Halluzinationen auslösen.
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Kokain
- Das Kokain kann zu Geschwüren auf der Hornhaut führen. Manchmal sind diese
Geschwüre steril, sie können aber auch mit einer Bakterie infiziert sein.
Der Konsum von Kokain führt zu einer gewissen Anästhesie des Auges. Mögliche
Verletzungen am Auge werden dann nicht wirklich wahrgenommen und es kann sein,
dass eine Schramme auf der Hornhaut so zu einem Geschwür führen kann. Sobald
die Anästhesiewirkung jedoch nachlässt, schmerzt das Auge sehr, und es kommt
zu undeutlichem Sehen. Es kann zu einer bleibenden Narbe und so zu einem permanenten
Sehverlust kommen. Es hat sich zudem gezeigt, dass das Kokain zu einem Verschluss
der Netzhautarterie führen kann, was zu einem raschen und nicht rückgängig
zu machenden Verlust der Sehkraft führt.
Intravenös eingeführte Drogen
- Die Drogen, die in die Venen eingespritzt werden, können zu einer Talkablagerung
oder zur Ablagerung von anderen Substanzen auf der Netzhaut führen, was einen
Sehverlust mit sich zieht. Grössere Ablagerungsteilchen können die Blutzirkulation
auf der Netzhaut blockieren, was zu raschen Schäden und zu einem ernsthaften
Sehverlust führen kann.
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Marijuana
- Das Rauchen von Marijuana kann neben Halluzinationen auch roten Augen und
erweiterte Pupillen hervorrufen. Es hat sich gezeigt, dass Marijuana helfen
kann, den Augeninnendruck zu vermindern. Es muss jedoch erwähnt werden, dass
es sicher bessere Mittel gibt, um den Augeninnendruck zu senken, und dies
wohl aus mehreren Gründen: Marijuana besitzt nur eine kurze Wirkungsdauer:
alle 2 bis 4 Stunden müsste dieser Stoff geraucht werden, um die Wirkung auf
den Augeninnendruck beizubehalten. Es gibt viele andere Medikamente, die den
Druck viel effizienter unter Kontrolle zu halten vermögen; Medikamente z.B.,
die nur einmal pro Tag eingenommen werden müssen, um dieselbe Wirkung zu erlangen.
Die Dosis des Marijuana hängt von der Art und Weise ab, wie der Rauch inhaliert
wird. Die Menge, die also geraucht werden muss, um den Augeninnendruck zu
vermindern, ist von Person zu Person verschieden. Wird Marijuana in grossen
Mengen konsumiert, so kommt es zu vielen Nebenwirkungen, wie z.B. zu einer
Einschränkung des Denkprozesses und zu Lungenerkrankungen.

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