DIABETES
Die Zuckerdiabetes (Mellitus) ist der Hauptgrund bei älteren Personen für den
Verlust des Sehvermögens. Man schätzt, dass 14 Millionen Amerikaner Diabetiker
sind, dass sich aber nur die Hälfte dieser Personen dessen bewusst ist. Diese
Sektion behandelt die Augenkomplikationen im Zusammenhang mit Diabetes und zeigt
entsprechende Behandlungen auf.
Bei dem Blutzuckerdiabetes reicht es nicht aus, einfach den Blutzucker zu kontrollieren.
Es handelt sich um eine Erkrankung der Blutgefässe, so dass der ganze Körper,
d.h. die Blutgfässe, die Nieren, das Herz, das Gehirn und die Augen in Mitleidenschaft
gezogen werden können.
Die Netzhaut bedeckt die innere Oberfläche des Auges. Sie enthält die visuellen
Eindrücke und verarbeitet sie, um sie dem Gehirn via Sehnerv weiterzugeben.
Die Blutzufuhr wird allein von der zentralen Netzhautarterie getätigt, die,
zusammen mit dem Sehnerv, ins Auge eindringt und sich dort verästelt, um so
die ganze Netzhaut zu durchbluten. Infolge Diabetes kann es auf der Netzhaut
zu gewissen Komplikationen kommen.
Eine spezielle Stelle der Netzhaut, die durch die Zuckerkrankheit beschädigt
werden kann, ist die Makula, die Stelle, wo das zentrale Sehen stattfindet.
(Auf der Makula befindet sich die Fovea, der Punkt, der das schärfste Bild hergibt).
Die Risikofaktoren für die Entstehung solcher Probleme sind folgende:
- Der Krankheitsgrad des Diabetes. (Ob Diabetes mit Insulin behandelt wird
oder nicht.)
- Die Behandlung des Diabetes. (Es hat sich gezeigt, dass eine gewissenhafte
Kontrolle des Blutzuckers das Risiko einer Netzhauterkrankung senkt).
- Das Vorhandensein anderer gesundheitlicher Probleme, wie z.B. erhöhter
Blutdruck oder ein hoher Cholesterinspiegel.
- Die Dauer des Diabetes
Man hat herausgefunden, dass sich die Risiken einer Netzhauterkrankung proportional
zur Dauer des Diabetes verhalten:
- Nach 5jährigem Diabetes, der anhand von Insulin behandelt wird, weisen
25 % der Diabetiker eine Retinopathie auf.
- Nach 10 Jahren Insulinabhängigkeit weisen 60 % der Diabetiker eine Retinopathie
auf.
- Nach 15 Jahren Insulinabhängigkeit weisen 80 % der Diabetiker eine Retinopathie,
25 % eine proliferative Retinopathie auf.
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Diese Augenkrankheit kann ein, aber auch beide Augen des Diabetikers
befallen. Auf der Netzhaut bilden sich kleine Blutungen, die sich
verbreiten,
so dass es auf der Netzhaut zu unregelmässigen Verteilungen der Blutgefässe
und zu leichten Gefässverstopfungen kommen kann. Auch kleine Anschwellungen
der Gefässe, genannt Mikro-Aneurisma", die sich anhand von kleinen Rötungen
auf der Netzhaut zeigen, können dann entstehen. Aus diesen Gefässen kann
eine klare Flüssigkeit in die Netzhaut laufen, so dass die Netzhaut ein
Oedem entwickeln kann und sich Ablagerungen oder Drusen bilden. Auf diese
Weise kann das Sehvermögen über längere Zeit vermindert werden.
Es kann eine diabetische Retinopathie vorliegen, ohne dass die Person
weiss, dass sie an Diabetes leidet. Eine Untersuchung der Netzhaut bei
einer Routineuntersuchung kann das Bestehen einer solchen Krankheit aufzeigen.
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Eine diabetische Retinopathie vermindert im allgemeinen das Sehvermögen nur
wenig,
kann aber anzeigen, dass der Diabetes beginnt, das Gefässsystem des ganzen Körpers
anzugreifen. Personen, die an dieser Krankheit leiden, sollten im allgemeinen
alle 6 Monate untersucht werden.
Eine Komplikation, die in Verbindung mit der diabetischen Retinopathie auftreten
kann, ist das Oedem (Anschwellung) auf der Netzhaut. Die Makula ist der Teil
auf der Netzhaut, der das beste zentrale Sehen gewährleistet. Wenn infolge eines
Diabetes Flüssigkeit aus kleinen beschädigten Gefäßen und aus den Mikro-Aneurisma
fliesst, so kann dies ein Oedem auf der Makula hervorrufen, was zum Verlust
des zentralen Sehens führt. Viele Studien wurden gemacht um herauszufinden,
in welchem Zeitpunkt das Oedem behandelt werden sollte.
Manchmal ist es notwendig, den Test, den man fluoresceinische
Angiographie" nennt, durchzuführen, damit die Ursache und die Ausbreitung
des Oedems erkannt werden kann.
Ein noch ernsthafteres Augenleiden ist die proliferative diabetische Retinopathie.
Glücklicherweise entwickelt sich dieses Leiden, das zwar behandelt werden kann,
nur bei wenigen Diabetikern. Bei dieser Augenkrankheit verschlimmern sich die
Schäden an den Blutgefässen, es kommt zu starken Blutungen, zu Gefäßanomalien
und zu Verschlusszonen an Gefäßen, so dass Flüssigkeit in die Netzhaut fliesst.
Der Verschluss der Gefäße kann derart sein, dass die Netzhaut ein chemisches
Element entwickelt, das hilft, neue Gefäße (Neo-Vaskularisation) zu bilden.
Diese chemischen Elemente verbreiten sich im Innern des Auges, in der Gallerte,
die das Auge ausfüllt (Glaskörper), so dass auch dort neo-vaskulare Gefäße
gebildet werden. Diese neu gebildeten Gefäße sind sehr empfindlich, sie haben
die Tendenz, leicht zu reißen und zu bluten, so dass starke Blutungen im Innern
des Auges entstehen. Diese Blutungen vernarben, und es kann sein, dass es aufgrund
der Narben, die die Netzhaut von der darunterliegenden Wand wegstoßen können,
zu einem Ablösen der Netzhaut kommen kann.
Ein noch ernsthafteres Augenleiden ist die proliferative diabetische Retinopathie.
Glücklicherweise entwickelt sich dieses Leiden, das zwar behandelt werden kann,
nur bei wenigen Diabetikern. Bei dieser Augenkrankheit verschlimmern sich die
Schäden an den Blutgefässen, es kommt zu starken Blutungen, zu Gefäßanomalien
und zu Verschlusszonen an Gefäßen, so dass Flüssigkeit in die Netzhaut fließt.
Der Verschluss der Gefäße kann derart sein, dass die Netzhaut ein chemisches
Element entwickelt, das hilft, neue Gefäße (Neo-Vaskularisation) zu bilden.
Diese chemischen Elemente verbreiten sich im Innern des Auges, in der Gallerte,
die das Auge ausfüllt (Glaskörper), so dass auch dort neo-vaskulare Gefäße
gebildet werden. Diese neu gebildeten Gefäße sind sehr empfindlich, sie haben
die Tendenz, leicht zu reißen und zu bluten, so dass starke Blutungen im Innern
des Auges entstehen. Diese Blutungen vernarben, und es kann sein, dass es aufgrund
der Narben, die die Netzhaut von der darunter liegenden Wand wegstoßen können,
zu einem Ablösen der Netzhaut kommen kann.
Ein diabetisches Auge verlangt eine in regelmäßigen Abständen durchgeführte
Untersuchung der Netzhaut, die unter Erweiterung der Pupille vorgenommen wird.
Wenn kein Netzhautproblem vorliegt, sollte das Auge einmal pro Jahr untersucht
werden. Sobald aber Veränderungen an der Netzhaut vorliegen, so sollte eine
Kontrolle alle 6 bis 12 Monate durchgeführt werden. (In ernsthafteren Fällen
muss die Netzhaut noch öfters überprüft werden.)
| Bei der fluorescenischen Angiographie handelt es sich um einen
Test, bei welchem ein Kontrastmittel eingespritzt wird, das photographiert
wird, sobald es in die Netzhautgefäße gelangt. Um diesen Test durchzuführen,
wird das Auge erweitert und ein Anfangsphoto gemacht. Dann wird das Kontrastmittel
in die Vene am Arm eingespritzt. Dieser Vorgang kann mit einer Blutentnahme
verglichen werden. Sobald die Flüssigkeit eingespritzt ist, wird die Nadel
entfernt und es können sofort Photos gemacht werden, da das Kontrastmittel
das Auge schon in den darauf folgenden Sekunden erreicht. Es werden während
ca. 10 Minuten insgesamt etwa 30 Photos von beiden Augen angefertigt. Der
Film wird daraufhin entwickelt und vom Augenarzt ausgewertet. Anhand dieses
Verfahrens können wichtige Informationen in bezug auf das Abfließen von
Flüssigkeiten und Gefäßverstopfungen sowie über das Vorhandensein von
Gefäßanomalien
erlangt werden. |
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Die Behandlung von diabetischen Netzhauterkrankungen
Viele Netzhautprobleme werden mit Laser behandelt. Mit dem Laser wird ein kleiner
Lichtpunkt auf die Netzhaut gemacht, so dass die Gefäße, die bluten, geschlossen
werden können, und so dem Entstehen von anormalen Gefäßen vorgebeugt werden
kann.
Beim Laserverfahren handelt es sich um eine ambulante Behandlung, wo anästhesistische
Tropfen eingeführt werden. Der Patient sitzt während der Behandlung, die im
allgemeinen 5 bis 20 Minuten dauert, vor dem Instrument, mit welchem das Auge
behandelt wird. Manchmal müssen mehrere solche Sitzungen durchgeführt werden,
wenn eine einzige Behandlung nicht ausreicht.
- Beim diabetischen Ödem auf der Makula wird der Laser eingesetzt, um die
Gefäße, die Flüssigkeit verlieren und so die Netzhaut auf gefährliche Weise
anschwellen lassen, zu schließen. Diese Operation nennt man fokal" oder
Photokoagulation". Studien haben gezeigt, dass der Zeitpunkt aufgezeigt werden
kann, wann eine solche Behandlung am besten vorgenommen werden sollte. Man
wartet nämlich nicht ab, bis das Sehvermögen immer mehr abnimmt, denn es handelt
sich hierbei um eine Operation, die das Sehen nicht wiederherstellt, sondern
lediglich konserviert, wie es vor der Operation war.
- · Beim diabetischen Ödem auf der Makula wird der Laser eingesetzt, um die
Gefäße, die Flüssigkeit verlieren und so die Netzhaut auf gefährliche Weise
anschwellen lassen, zu schließen. Diese Operation nennt man fokal" oder
Photokoagulation". Studien haben gezeigt, dass der Zeitpunkt aufgezeigt werden
kann, wann eine solche Behandlung am besten vorgenommen werden sollte. Man
wartet nämlich nicht ab, bis das Sehvermögen immer mehr abnimmt, denn es handelt
sich hierbei um eine Operation, die das Sehen nicht wiederherstellt, sondern
lediglich konserviert, wie es vor der Operation war.
Bei starken Blutungen im Auge und beim Ablösen der Netzhaut kann eine
Mikrochirurgie,
die Vitrektomie" genannt wird, von einem Spezialisten im Operationssaal durchgeführt
werden.
Wenn der Blutzucker ansteigt, so kann die Augenlinse beschädigt werden. Der
Zuckerwert erhöht sich im Auge und erhöht so die Brechkraft der Augenlinse,
was zu einer optischen Veränderung in Richtung einer Kurzsichtigkeit führt,
so dass auf beiden Augen die Fernsicht undeutlich wird. Sobald der Zuckerwert
unter Kontrolle gebracht ist, kann die optische Veränderung noch bis zu sechs
Wochen anhalten. Die Brillengläser sollten während dieser Zeit mehrmals gewechselt,
also dem Stand der Augen stets angepasst werden.
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Diabetes ist ein Faktor, der den Graustar, bei dem es sich
ja um eine Vernebelung der Linse im Innern des Auges handelt,
verschlimmert.
Der Graustar, der mit Diabetes in Verbindung steht, entwickelt sich rascher
und verursacht starkes Flimmern vor den Augen. Wenn ein solcher Graustar
auftritt, kann das unklare Sehen nicht anhand einer Brille verbessert
werden.
Der Graustar kann aber entfernt werden. Es besteht jedoch das Risiko, dass
unverzüglich nach der Operation, aus noch unbekannten Gründen, eine Retinopathie
entstehen kann. Nach der Entfernung des Graustars kann der Arzt die Netzhaut
wieder sehen und so untersuchen. |
Der Diabetes kann das Risiko eines Grünstars, ein Augenleiden, das infolge
des ansteigenden Augeninnendrucks ausgelöst wird und so den Sehnerv, der die
visuellen Signale dem Gehirn weiterleitet, beschädigt, erhöhen. Durch den Diabetes
kann es sogar zu einer ernsthaften Form des Grünstars, zum neo-vaskularen
Grünstar" kommen, der sehr schwierig zu behandeln ist. Bei diesem Leiden beginnen sich
anormale Gefäße auf der Iris, in dem vorderen Teil des Augessinnern, zu
vermehren.
Dies kann z.B. infolge einer proliferativen Retinopathie auftreten. Wenn es
dem Laser nicht gelingt, die Neo-Gefäße" zu entfernen, können sie sich weiter
vergrößern und die Dränagekanäle und das Kammerwasser innert kurzer Zeit
beschädigen,
so dass die Dränage blockiert wird und der Augeninnendruck sehr rasch
ansteigt.
Eine frühzeitige Erkennung der mit Diabetes in Zusammenhang stehenden Augenprobleme
ist wohl das Wichtigste, um eine erfolgreiche Behandlung durchführen zu können.
Ein Diabetiker sollte bei jeder Sehveränderung den Arzt aufsuchen und
regelmäßige
Kontrollen bei einem Augenarzt, der auf diabetische Augenerkrankungen spezialisiert
ist, durchführen.
- Eine Person, bei der kürzlich Diabetes diagnostiziert wurde, sollte sich
einer solchen Untersuchung unterziehen.
- Wenn die Netzhaut nicht beschädigt ist, sollte jährlich eine Kontrolle
durchgeführt werden.
- Wenn die Sicht undeutlich wird, kann dies ein Zeichen für einen erhöhten
Blutzuckerwert sein. Wenn die undeutliche Sicht anhält oder wenn sich andere
Symptome, wie z.B. mouches volantes" erkennen lassen, müssen die Augen
genausten
untersucht werden.
- Bei einer aktiven Retinopathie sollten die Augen alle 6 bis 12 Monate untersucht
werden.
