Perret Augenoptiker
 
Wir sind eine Optiker-Familie, seit drei Generationen, wir führen Brillen, Kontaktlinsen und optische Instrumente

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Augenkrankheit

KONTAKTLINSEN

Inhalt

Mit den Kontaktlinsen wurde eine hervorragende Alternative zur Brille zur Behebung von optischen Fehlern geschaffen. Die Technologie der Kontaktlinsen verbessert sich ständig. Das Kontaktlinsentragen ist jedoch nicht ohne Risiko, denn es kann zu verschiedenen Sehproblemen kommen, besonders bei Personen, die die Linsen nicht richtig anwenden. In dieser Sektion werden die Kontaktlinsen allgemein und die Komplikationen, die mit dem Linsentragen zusammenhängen, behandelt.

 

Probleme mit dem Linsentragen

Unbehagen

Es gibt viel Ursachen für das Unbehagen in den Augen, das Kontaktlinsen auslösen können. Es kann sich um pathologische Gründe oder um Komplikationen im Zusammenhang mit den Kontaktlinsen selber handeln. Wenn die Augen gesund und die Kontaktlinsen neu sind, und es trotzdem zu Unbehagen kommt, kann es sein, dass die Linsen Mängel aufweisen. Wenn jemand bereits ohne Probleme Linsen getragen hat und dann auf eine Linse wechselt, die zwar dieselben Spezifikationen aufweist, jedoch Unbehagen auslöst, kann man im allgemeinen davon ausgehen, dass eine Anomalie in bezug der Parameter der Linse vorliegt. In diesem Fall geben die Fabrikanten eine Garantie und ersetzen die Linse. Bei der Rückgabe sollte die Linse jedoch im Originalbehälter retourniert werden. Handelt es sich um eine harte oder halbharte Linse, so kann manchmal schon das Polieren helfen. Wenn eine Kontaktlinse mit neuen Parametern Unbehagen auslöst, kann es sein, dass die Linse dem Auge nicht richtig angepasst, die Linse zu dick angefertigt oder die Linsenränder nicht richtig verarbeitet wurden. Manche Linsen weisen eine grosse Sauerstoffdurchlässigkeit auf und erweisen sich so für manche Personen als verträglicher. Drückt eine Linse, so bekommt die Hornhaut zuwenig Sauerstoff, was Unbehagen auslöst (siehe: Das Syndrom der drückenden Linse). Andererseits kann eine zu lose Linse das Auge beim Blinzeln infolge der Reibung auf der Oberfläche reizen. Schliesslich kann auch die Dicke und die Verarbeitung der Linsenränder Unbehagen auslösen. Wenn eine Linse unbehaglich ist, sollte der Optiker, der die Verschreibung ausgestellt hat, aufgesucht werden, damit die Ursache für das Unbehagen herausgefunden werden kann.

Eine alte Kontaktlinse kann Unbehagen auslösen, da sie Spältchen und Schrammen aufweisen und sich auf ihrer Oberfläche Ablagerungen oder schmierende Substanzen der Tränen ansetzen können. Der Moment, ab welchem eine Linse nicht mehr verträglich ist, ist von Person zu Person verschieden. Es ist jedoch klar, dass eine Linse, zu der man Sorge trägt, länger funktionstüchtig bleibt. Wenn Linsen infolge Ablagerungen oder anderer Gründen oft gewechselt werden müssen, so wäre es ratsam, Einweglinsen auszuprobieren.

Wie schon erwähnt, können Augenkrankheiten, wie z.B. Allergien, trockene Augen, die Blepharitis, die Bindehautentzündungen, Liderprobleme, eine Iritis, eine Phlyktäne und ein Pterygium, Krankheiten also, die nicht im Zusammenhang mit der Linse selbst stehen, Unbehagen beim Linsentragen auslösen. Diese Augenleiden werden in der Sektion Das Auge betreffende Symptome und Diagnosen behandelt. Auch sind die Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen bekannt dafür, dass sie bei den Frauen Probleme beim Linsentragen verursachen können. Weitere Faktoren, die Unbehagen auslösen können, werden weiter unten behandelt.

        

Probleme in bezug auf die Tragdauer der Linsen

Bei einige Personen kommt es zu Augenbeschwerden, die sie daran hindern, Kontaktlinsen zu tragen. Manchmal stehen diese Probleme im Zusammenhang mit äusseren Gegebenheiten, wie z.B. die schlechte Luftqualität, eine geringe Luftfeuchtigkeit, oder wenn man in Berührung kommt mit einer grossen Dosis an Pollen. Bei einer alten Linse kann das Tragen aufgrund von Proteinablagerungen auf ihrer Oberfläche oder aufgrund anderer Faktoren immer unerträglicher werden. Während weiche Linsen in solchen Fällen ersetzt werden müssen, können harte Linsen oder Linsen, die gasdurchlässig sind, gereinigt und poliert werden und können so wieder eingesetzt werden.

Manche Personen ertragen die Kontaktlinsen nicht einen ganzen Tag lang und tragen sie daher nur über eine begrenzte Zeit. Auch legen manche Linsenträger bei Unbehagen einen Unterbruch von einem Tag ein, und setzen die Linsen danach dann wieder normal ein. Im Falle einer leichten Austrocknung der Augen können hydratische Tropfen (vorteilshalber ohne Konservierungsmittel) die Tragdauer der Linsen verlängern. Wenn eine Person mit der Tragdauer der Linsen Schwierigkeiten hat, so kann es sinnvoll sein, eine Untersuchung zur Bestimmung des Grundes (Allergien, Infektionen etc.) durchzuführen. Auch ist es ratsam, ständig ein Linsenetui und die nötigen Produkte (Linsen sollten nie in Leitungswasser oder in ein für die Linsen nicht spezifisches Mittel gelegt werden) bei sich zu haben, so dass die Linsen jederzeit aus den Augen entfernt werden können; das Tragen von unbehaglichen Linsen kann nämlich zur Tortur werden.

Brechungsfehle

Vor allem bei Kurzsichtigkeit oder beim Astigmatismus kann eine falsche Verschreibung bei Sehhilfen zu Phantombildern führen und Umrisse auf einem Auge leicht doppelt erscheinen lassen. Im Gegensatz zu anderen Arten von „doppeltem" Sehen hält dieses Phänomen an, auch wenn ein Auge verdeckt wird. Dieser Zustand verschlimmert sich noch in der Nacht, da sich die Pupille vergrössert. .

Beim unregelmässigen Astigmatismus oder bei einer ungleichen Brechung der Hornhaut können auch Phantombilder enstehen, die manchmal nur anhand von Kontaktlinsen behoben werden können.

Einige Graustararten können auch der Grund für das „doppelt" Sehen auf einem Auge sein, da die Bilder, die durch die Augenlinse hindurchtreten, verzerrt sind. Wenn Intra-okulare Implanate verrutschen, können auch sie ein „doppeltes" Sehen hervorrufen. Bei manchen Personen wird bei einer Grünstaroperation oder bei der Entfernung des Graustars eine Iridektomie vorgenommen: Umrisse können dann doppelt wahrgenommen werden, wenn das Licht durch die künstliche Pupille durchdringt.

Allergien in bezug auf das Tragen von Kontaktlinsen

Da sich die Kontaktlinsen auf der Oberfläche der Augen befinden, kann es vorkommen, dass eine Allergie auf das Linsenmaterial, auf Ablagerungen auf der Linse oder auf Linsenmittel, mit denen die Linse behandelt wird, entstehen. Die Bindehaut ist eine feine Membran, die das Weisse des Auges und das Innere der Lider bedeckt. Die weichen Linsen liegen zum Teil auf der Bindehaut. Beim Blinzeln können sie jedoch auch in Kontakt mit der Bindehaut, die unter den Lidern liegt, kommen. Da die Bindehaut Zellen enthält, die schnell auf Allergien ansprechen, kann es dadurch zu Rötungen, Juckreiz, tränenden Augen und Schleimablagerungen kommen, was das Linsentragen im allgemeinen unmöglich macht.

Eine wichtige Allergiequelle sind Konservierungsstoffe in Linsenmitteln. Das Mittel „Thimerosal" wurde viel benutzt, bis man herausfand, dass es zu ernsthaften Allergien führt. „Benzalkonium" und „EDTA" sind Konservierungsstoffe, die sich oft in Linsenmitteln befinden. Wenn jemand eine Allergie auf diese Stoffe entwickelt, so entstehen vor allem beim Einführen der Linsen Allergiesymptome (Rötungen, Juckreiz, überlaufende Augen). Dieselbe Reaktion erfolgt beim Einträufeln von Augentropfen, die auch diese Stoffe enthalten. Auch alle Produkte, die für „sensible Augen" gedacht sind, enthalten Konservierungsstoffe. Wenn ein Verdacht auf eine Allergie besteht, sollten daher dringend Mittel ohne solche Stoffe benutzt werden.

Häufig kommt es auf der Linse zu Proteinablagerungen, was zu einer grossen papillaren Bindehautentzündung führen kann. Eine regelmässige Reinigung mit Entzymen kann solchen Ablagerungen vorbeugen. Oft müssen in einem solchen Fall die Linsen ausgewechselt werden. Eigentlich nur selten kommt es zu Allergien auf das Material der Kontaktlinse selber; bei einer solchen Allergie kann das Ausprobieren anderer Materialien sinnvoll sein.

Eine spezielle allergische Reaktion kann im Zusammenhang mit Bakterien, die sich auf den Rändern der Lider befinden, auftreten. Diese Bakterien produzieren Gifte, die sich anhand der Tränen vor allem unter den Kontaktlinsen verbreiten. Mehrere Informationen finden Sie unter  Phlyktäne.

Ablagerungen auf den Kontaktlinsen

Proteinablagerungen kommen häufig bei weichen, aber auch bei harten Linsen vor. Bei weichen Linsen kann anhand von regelmässiger Reinigung mit Entzymen und täglicher Desinfektion solchen Proteinablagerungen vorgebeugt werden. Bei harten Linsen können sich Proteinablagerungen vor allem im Kontakt mit Pollen bilden; durch das Reinigen und Polieren kann diese Ablagerung jedoch gut entfernt werden.

Wenn eine Linse solche Ablagerungen aufweist, wird das Auge gereizt und rötet sich. Die Tragdauer der Linse verringert sich dann, und man sieht leicht undeutlich. Es kann zur einer grossen papillaren Bindehautentzündung kommen, was dazu führen kann, dass die Linse während einer gewissen Zeit gar nicht getragen werden kann. Weiche Linsen mit solchen Ablagerungen müssen im allgemeinen ausgewechselt werden. Bilden sich auf weichen Linsen schnell Ablagerungen, so wäre das Umsteigen auf Einweglinsen ratsam. Auch sind manche Materialien, aus welchen die Linsen hergestellt werden, resistenter gegen Ablagerungen.

 

Augenleiden, hervorgerufen durch das Linsentragen

Syndrom der drückenden Linse

Normalerweise sollten sich Linsen beim Blinzeln in geringem Masse bewegen können. Die weiche Linse sollte beim Blinzeln eine Bewegungsfreiheit von einigen Millimetern aufweisen. Die harten Linsen oder die Linsen mit einer Gasdurchlässigkeit brauchen auf der Hornhaut eine noch grössere Bewegungsfreiheit. Durch diese Bewegung wird der Hornhaut Sauerstoff zugeführt. (Bei weichen und bei Linsen mit einer Sauerstoffdurchlässigkeit kann der Sauerstoff zusätzlich durch die Linse hindurch auf die Hornhaut gelangen.) Verschiedene Gründe führen nun aber dazu, dass sich eine Linse während des Tragens auf dem Auge blockieren kann. Ein Grund kann sein, dass die Linse zu knapp angemessen, also zu eng ist. Auch können trockene Augen zu einer solchen Blockierung führen. Dieses Festsitzen der Linse führt dazu, dass die Hornhaut nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird und dadurch anschwellt. Durch dieses Anschwellen wir die Linse immer enger und beginnt zu drücken, was die Hornhaut noch mehr anschwellen lässt.

Die Symptome sind dann Rötungen, Augenreizungen, die mit Brennen verbunden sind und ein Gefühl von ausgetrockneten Augen auslösen. Auch kann die Sicht undeutlich werden und Lichtsäume um Lampen herum entstehen. Die drückende Linse kann zudem eine Infektion hervorrufen. Die Linsen müssen sodann überprüft werden, damit sie gegebenenfalls ausgetauscht werden können.

Das Einträufeln von nässenden Augentropfen kann einer Blockierung der Linsen und den damit verbundenen Komplikationen vorbeugen. Wenn eine Linse auf dem Auge festsitzt, muss man nässende Tropfen in die Augen träufeln, bis sich die Linse auf dem Auge wieder bewegen kann. Erst wenn die Linse ihre normale Bewegungsfreiheit erlangt hat, kann man sie ganz sorgfältig aus dem Auge herausnehmen. Wenn eine blockierte Linse aus dem Auge entfernt wird, kann es zu einer schmerzhaften Verletzung an der Hornhaut kommen, die dann von einem Augenarzt behandelt werden muss. (Geschwür auf der Hornhaut).

Geschwür auf der Hornhaut

Das Linsentragen kann ein Geschwür auf der Hornhaut (Infektion der Hornhaut) verursachen. Bei weichen Linsen ist das Risiko zur Bildung von Geschwüren grösser als bei harten, vor allem dann, wenn sie ununterbrochen getragen werden. Im allgemeinen können jedoch alle Linsen solche Geschwüre hervorrufen. Zu einem Geschwür auf der Hornhaut kann es kommen, wenn eine Bakterie (seltener ein Fungus oder ein Parasit) eine beschädigte Stelle auf der Oberfläche der Hornhaut infiziert. Das zu lange oder ununterbrochene Tragen, die unzureichliche Reinigung und die drückende Linse erhöhen das Risiko einer Hornhautbeschädigung. Im allgemeinen ist eine Verletzung an der Hornhautoberfläche unangenehm. Die weichen Linsen wirken aber wie ein Pflaster, indem sie die Schmerzen vertuschen. Es gibt daher Linsenträger, die hyposensibel werden und die Schmerzen nicht mehr spüren.
Sobald eine Infektion vorliegt, kommt es bei den meisten Personen zu starken Schmerzen. Das Auge wird rot und schmerzt, auch kommt es zu tränenden und überlaufenden Augen, zu einer Lichtüberempfindlichkeit und das Sehvermögen kann auf verschiedene Weise angegriffen werden. (Es können auch andere Augenkomplikationen zu diesen Symptomen führen.) Das erste jedoch, was in solchen Fällen zu tun ist, ist, die Linsen sofort aus den Augen zu entfernen und vielleicht sogar einen Augenarzt aufzusuchen um abzuklären, ob wirklich eine Infektion vorliegt. Ein Geschwür auf der Hornhaut kann mit antibiotischen Augentropfen behandelt werden. Oft ist es auch empfehlenswert, eine Kultur in bezug auf die die Infektion verursachende Bakterie mit Hilfe der Linsen und des Linsenetuis anzulegen. Ein regelmässiger Besuch beim Augenarzt hilft abzuklären, ob die Behandlung des Geschwürs erfolgreich ist. Während der 1 bis 2wöchigen Behandlung mit Antibiotika dürfen die Kontaktlinsen nicht getragen werden. Auch wenn ein Geschwür erfolgreich behandelt wird, kann es Narben hinterlassen, die das Sehen behindern können.

Es ist daher wichtig, eine solche Narbenbildung zu vermeiden. Schmerzsymptome und Rötungen sind daher immer ernst zu nehmen. Linsen sollten nicht zu lange getragen und zusammen mit dem Linsenetui stets sorgfältig desinfiziert werden.

Deformation der Hornhaut

Die Deformation der Hornhaut steht im allgemeinen mit harten, speziell aber mit nicht richtig angepassten Linsen in Verbindung. Die Linsen, die am meisten in Verdacht stehen, eine solche Deformation hervorzurufen, sind die Linsen mit einer Sauerstoffdurchlässigkeit, die mit einem Plastik, genannt „PMMA", angefertigt werden. Dieser Linsentyp wird heute noch benutzt. Es ist jedoch bekannt, dass diese Linsen beim Korrigieren eines Astigmatismus die Hornhaut verformen, so dass es zu einem „unregelmässigen Astigmatismus" kommt. Sobald jedoch die Linsen nicht mehr getragen werden, nimmt die Hornhaut die richtige Form wieder ein. (Dies kann mehrere Wochen dauern.) Erst nach Erlangen der richtigen Form kann die Hornhaut gemessen und die Linse dem Auge richtig angepasst werden, um zukünftig eine Deformation auszuschliessen.
Während der Erholungszeit der Hornhaut sollten Linsen nicht getragen werden. Oft ist es jedoch so, dass Brillen nicht dieselbe Korrektur leisten wie die Linsen, dass also nur mit den Linsen klar gesehen werden kann.

Oedem auf der Hornhaut (Anschwellung)

Ein Oedem oder eine Anschwellung auf der Hornhaut entsteht, wenn der Hornhaut durch das zu lange Linsentragen nicht genug Sauerstoff zugeführt wird und ihre Physiologie durch die Linse verringert wird. Wenn man die Linsen z.B. während des Schlafens nicht aus den Augen entfernt, kann es zu einem solchen Phänomen kommen, da weniger Sauerstoff auf das Auge trifft, infolge der geschlossenen Lider. Auch werden beim Schlafen, da man nicht blinzelt, die Tränen unter den Linsen nicht erneuert.

Ein Oedem auf der Hornhaut weist folgende Symptome auf: undeutliches und verschwommenes Sehen, Lichtsäume um Lampen herum und eventuelle Reizungen und Schmerzen am Auge. Ein Oedem auf der Hornhaut kann die Hornhaut verletzen und zu einem durch die Linse verursachtes Druckgefühl und zu Geschwüren oder Infektionen führen. Wenn solche Symptome auftauchen, sollten die Linsen im allgemeinen nicht getragen werden.

Grosse papillare Bindehautentzündung

Es handelt sich bei diesem Augenleiden um einen Allergietyp, der im allgemeinen in Zusammenhang mit Proteinablagerungen auf den Kontaktlinsen steht. Es kommt bei weichen Linsen häufiger zu einer grossen papillaren Bindehautentzündung, da es bei diesem Linsentyp eher zu Proteinablagerungen kommt. Manchmal kann diese Bindehautentzündung aber auch allein durch das Linsentragen hervorgerufen werden, oder sie kann als Reaktion auf ein Linsenmittel entstehen.

Diese Bindehautentzündung zeigt sich anhand von grösseren Knötchen unter dem oberen Lid. Diese Knötchen machen das Linsentragen unmöglich, da sie beim Blinzeln die Linse schnappen und unter das obere Lid ziehen können. Andere Symptome sind Juckreiz, überlaufende und gerötete Augen.

Regelmässiges Reinigen anhand richtiger Techniken und anhand von Entzymen kann dieser Bindehautentzündung vorbeugen. Konservierungsmittel ohne Schutzstoffe und entzündungs- und allergiehemmende Medikamente können helfen. Sobald sich diese Bindehautentzündung entwickelt, sollte man die Linsen nicht mehr tragen, bis die Entzündung behoben ist. Nach der Heilung ist das Umstellen auf Einweglinsen, auf welchen sich durch den fleissigen Wechsel keine Ablagerungen bilden können, empfehlenswert.

Gerötetes Auge

Wird das Auge beim Linsentragen rot, so ist dies ein Alarmzeichen. Oft wird dadurch nämlich angezeigt, dass die Linsen zu lange getragen wurden, und dass sie demnach herausgenommen werden müssen. Das Rotwerden der Augen kann viele Ursachen haben, (sie können z.B. mit einer Allergie oder einer Infektion in Verbindung stehen, siehe Gerötetes Auge), doch stehen die Rötungen sehr oft mit dem Linsentragen selbst in direkter Verbindung. Entstehen beim Linsentragen Rötungen, so behandelt man das Auge wie bei einer Bindehautentzündung (Rosa Auge).
Die Ursachen für gerötete Augen beim Linsentragen können sein:
  • Eine Allergie auf das Linsenmaterial, eine Allergie auf Proteine oder eine Allergie auf ein Desinfizierungsmittel der Linsen.
  • Die Linsen wurden zu lange getragen, was zur Austrocknung der Hornhaut oder zum Syndrom der drückenden Linse führt und die Augen dadurch rötet.
  • Interaktion mit Giftstoffen (von den Lidern ausgehend), die sich unter den Kontaklinsen ansammeln und zu einer Reizung der Hornhaut (Phlyktäne) führen.
  • Geschwür auf der Hornhaut
  • Grosse papillare Bindehautentzündung
  • Nicht richtig angepasste oder defekte Linsen

Das Rotwerden der Augen, das im Zusammenhang mit dem Linsentragen steht, muss ernstgenommen werden. Die Augen sollten von einem Augenarzt untersucht werden, damit abgeklärt werden kann, wo die Ursache liegt.

Optionen für den Träger von bifokalen Kontaktlinsen

Kontaktlinsen können benutzt werden, um die Sicht in die Ferne zu korrigieren. Das Auge selber übernimmt dann die Einstellung für die nahen Gegenstände. Bei der Presbyopie vermindert sich die Brechkraft (Akkomodation) mit dem Alter (im allgemeinen ab dem 40. Lebensjahr). Dies führt dazu, dass die Lektüre immer weiter weg gehalten werden muss, und es kann dadurch zu Augenermüdungserscheinungen und zu Kopfschmerzen kommen. Die Personen, die keine Kontaktlinsen mit doppeltem Brennpunkt oder progressive Gläser tragen, können das Probleme mit der Lektüre umgehen. Nachfolgend werden Optionen für das Linsentragen aufgezeigt:

  • Lesebrille:

    Es handelt sich dabei um die einfachste Lösung, um mit bereits eingesetzten Linsen zu lesen. (Die Brille wird über die Linsen getragen.) Diese Variante wird jedoch von den Linsenträgern nicht sehr geschätzt, da die Sicht in die Ferne dann ohne Brille, also anhand eines Blicks über die Brille hinweg getätigt werden muss.

  • Monovision:

    Bei dieser Technik wird ein Auge für die Fernsicht und ein Auge für die Nahsicht benutzt. Im allgemeinen wird das weniger dominante Auge für die Lektüre eingesetzt. Der Vorteil ist, dass man mit einfachen und billigen Linsen in die Ferne und in die Nähe sehen kann. Der Nachteil ist, dass sich die Tiefenempfindung etwas verringert und eine Augenermüdung auftreten kann. Gewisse Personen können sich daher nicht an diese Technik gewöhnen.

  • Bifokale Kontaktlinsen:

    Die bifokalen oder progressiven Linsen können auf einem oder beiden Augen für die Nah- und Fernsicht angewendet werden. Oft büsst jedoch die Nahsicht auf Kosten der Fernsicht ein. Es liegt vielleicht eine 50 %ige Erfolgsquote vor. Diese Linsen gehören zu den teuersen.

Einweglinsen

Die Einweglinsen gewinnen bei den Linsenträgern immer mehr an Beliebtheit. Man findet Einweglinsen für einen einzigen Tag, doch sind die meisten für einen Monat bestimmt. Die Gründe, warum solche Linsen getragen werden, sind:

  • Sie lassen auf ihrer Oberfläche aufgrund der ständigen Erneuerung keine Ablagerungen zu, die Bindehautentzündungen verursachen
  • Im allgemeinen müssen Linsen oft gewechselt werden, sei dies, weil eine Linse verlorengeht, sei dies aufgrund von Mängeln an den Linsen oder infolge optischer Veränderungen, die neue Linsen erfordern.
  • Oft reagiert man auf Desinfizierungsmittel, mit welchen die Linsen behandelt werden, die über längere Zeit getragen werden, überempfindlich.
  • Oft ist es schwierig, Linsen zu finden, die denselben Komfort leisten, wie die Einweglinsen.

Negative Seite der Einweglinsen:

  • · Der Preis der Einweglinsen ist eher steigend.
  • · Oft tendieren die Träger der Einweglinsen dazu, die Anweisungen nicht zu beachten und die Linsen länger als vorgeschrieben, z.B. 2 Monate als 1 Monat, und ohne spezielle Desinfizierungsmassnahmen zu tragen. Auch werden diese Linsen oft in Situationen getragen, wo sie unbedingt aus den Augen entfernt werden sollten (z.B. im Schwimmbad). All diese Faktoren erhöhen das Infektionsrisiko.
  • · Das Fehlen von technischen Parametern.

Beim Tragen von Einweglinsen muss beachtet werden, dass sie auch wie normale Linsen gepflegt werden müssen, damit es zu keinen Komplikationen kommt.

Das ununterbrochene Tragen von Kontaktlinsen

Viele Personen können während Tagen und Wochen die Linsen ununterbrochen tragen, ohne Probleme damit zu haben. Das Schlafen mit eingesetzten Linsen, was oft gemacht wird, erhöht jedoch das Risiko für Infektionen und andere Komplikationen sehr. Die Sauerstoffzufuhr der Hornhaut verringert sich während des Schlafens, da die Augenlider geschlossen sind. Dies führt zum Anschwellen der Hornhaut und zu einer vernebelten Sicht, zu Lichtsäumen um Lampen herum, zu Schäden an der Hornhautoberfläche und zu eventuellen Infektionen. Schlafen mit eingesetzten Linsen ist demnach eine Praktik, vor welcher dringend abgeraten werden muss. Wenn Linsen während des Schlafens getragen werden, so müssen unbedingt spezielle Massnahmen getroffen werden. Auch müssen die Linsen bei den kleinsten Anzeichen auf Unbehagen, Rötungen, Schmerzen, unklares Sehen, Lichtüberempfindlichkeit etc., sofort aus den Augen genommen werden. Wenn man sich vor dem Schlafengehen nicht noch mit dem Herausnehmen der Linsen beschäftigen will, so kann es eventuell nützlich sein, einen chirurgischen Eingriff zur Korrektur der Brechung der Augenlinse in Betracht zu ziehen.

  

 

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