Die Auswahl an Sportbrillengl~isern war noch
nie so breit wie heute und die Augenoptiker sind heute besser positioniert denn
je, um sportlichen Kunden Produkte anzubieten, die genau auf die Erfordernisse
der von ihnen ausgeiJbten Sportart zugeschnitten sind. Man muss nur wissen,
welche Produkte man welchem Kunden anbietet.
Sportkanonen
wir leben in einer gesundheitsbewussten Welt, in der die Verbraucher immer
mehr Geld für Aktivurlaub, Wintersport und Mitgliedsbeiträge in Fitness-Clubs
ausgeben, ganz abgesehen von topaktuellen Hightech-Sportschuhen und Designer-
Sportbekleidung. Dieser Lifestyle-Trend zeigt sich auch in der Augenoptik an der
immer größeren Auswahl an Sportbrillen, die dafür konzipiert sind, die
sportliche Leistung zu steigern.
Wenn man Sport treibt - zur Entspannung, um fit zu bleiben oder einfach nur,
weil es Spaß bringt -, möchte man Fortschritte machen", erklärt Gilles Demetz,
Eigentümer von Demetz Optique de Sport, einem auf Sportbrillen spezialisierten
französischen Optikfilialisten. Und wenn man seine Leistung verbessern will,
muss man nicht nur trainieren, sondern auch die richtige Ausrüstung haben. Dazu
gehören auch die richtigen Schuhe, die richtige Kleidung und die richtige
Brille."
Der Sportbrillenmarkt ist vielversprechend, denn schätzungsweise 60 % aller
Europäer üben mindestens ein Sportart aus, d.h. praktisch jeder zweite Kunde
eines Augenoptikerbetriebs ist ein potentieller Sportbrillenkäufer. Hinzu kommt,
dass man kein Experte für Sehen im Sport zu sein braucht, um seine Kunden über
hochwertige Sportbrillen beraten zu können.
Augenoptiker, die sich über das Angebot an Sportbrillengläsern informieren
und ihre Kunden auf strategische Weise befragen, können diesen persönlich
zugeschnittene Produkte anbieten. Da immer mehr Freizeitsportler
maßgeschneiderte Sportbrillen wollen, muss der Augenoptiker die geeigneten
Glasmaterialien und -vergütungen finden und sie auf die Erfordernisse der vom
Kunden ausgeübten Sportart zuschneiden," erklärt Gilles Demetz.
• Materialen -
Aufgrund seiner Schlagfestigkeit ist Polycarbonat zum unangefochtenen
Favoriten für Sportbrillengläser geworden, insbesondere für Schlägersportarten
wie Tennis und Squash.
Polycarbonat ist aber auch beliebt für Sportarten, die im Freien ausgeübt
werden, wie Radfahren und Wandern. Die optischen Eigenschaften von Polycarbonat
waren in der Vergangenheit für bestimmte Sportarten wie Zielschießen ein
Problem, doch die vor kurzem eingebrachten Verbesserungen haben die Verzerrung
in den Randbereichen des Glases beseitigt.
Ein anderes sicheres Glasmaterial und ein ernstzunehmender Konkurrent zu
Polycarbonat ist Trivex von PPG Industries. Dieses Material ist schlagfest und
leichtgewichtig wie Polycarbonat, weist aber eine höhere Abbesche Zahl und damit
eine geringere chromatische Aberration auf.
• Tönungen -
Die Farbe und die Intensität der Tönung sind sehr wichtig, denn sie schützen
bei Sport im Freien nicht nur vor intensivem Licht, sondern verbessern auch den
Kontrast und die Wahrnehmung", erklärt Gilles Demetz..Um herauszufinden, welche
Tönungen am besten geeignet sind, müssen Sie den Kunden fragen, welche Farben in
der Umgebung, in der er Sport treibt, überwiegen."
FOLGENDE TÖNUNGEN SIND BESONDERS BELIEBT:
Braun oder bernsteinfarben - Diese Farben werden für Sportarten
bevorzugt, bei denen der Sportler einer starken Blendung ausgesetzt ist, wie
Skifahren, Segeln, Rudern und Angeln. Sie schaffen einen hervorragenden Kontrast
und die dunkle Farbe reduziert die Beanspruchung des Auges. Diese Farben sorgen
für eine wirksame Absorption von blauem Licht und verbessern die Sehschärfe, die
Tiefenwahrnehmung und den Kontrast unter sich verändernden Lichtverhältnissen.
Zinnoberrot oder Rosa - Diese Universaltönungen verbessern die
Sehschärfe und die Farbwahrnehmung. Wie bernsteinfarbene Gläser filtern auch
rote und rosafarbene Gläser blaues Streulicht und verbessern die
Kontrastwahrnehmung. Sie bieten das hellste Gesichtsfeld und eignen sich
besonders gut für Skifahren und Angeln sowie für Sportarten, die bei schwachem
Licht ausgeübt werden.
Gelb - Eine Standardfarbe für Skifahren und Schießsport, die eine gute
Tiefen- und Kontrastwahrnehmung bei schwachem Licht bietet.
Grau - Eine neutrale Farbe, die den natürlichen Kontrast wiedergibt
und die geringste Farbverzeichnung aller Gläserfarben aufweist. Sie verstärkt
den Kontrast nicht, ist aber ideal für den Golfsport und für alle
Wassersportarten, für Aktivitäten am oder auf dem Meer, für Motorsport,
Flugsport und für den Strand geeignet.
• Vergütungen -
Auch die Brillenglasvergütungen sind sehr wichtig für den Sehkomfort des
Sportlers. Kratzfeste Beschichtungen sind bei Sportbrillengläsern aus
Polycarbonat häufig die Norm, weil dieses Material von Natur aus eher weich ist.
Entspiegelungsbeschichtungen auf der Innenseite von Sonnenschutzgläsern
reduzieren die Blendung von der Glasrückseite auf ein Minimum. Wenn diese
Beschichtungen mit einer reinigungsfreundlichen wasserabweisenden Beschichtung
kombiniert werden, bieten sie den zusätzlichen Vorteil, dass Schweißtropfen von
der Glasoberfläche abperlen. Verspiegelungen reflektieren das Licht und können
über jeder Grundfarbe auf die Vorderseite der Gläser aufgetragen werden.
• Phototrope Gläser -
Die veränderliche Tönungsintensität von phototropen Gläsern und insbesondere
die verbesserte Verdunkelungs- und Aufhellungsgeschwindigkeit der phototropen
Gläser der neuen Generation werden für Sportarten geschätzt, die mit sich
verändernden Lichtverhältnissen verbunden sind.
• Polarisierte Gläser -
Polarisierte Gläser haben sich seit langem als die bevorzugten
Sonnenschutzgläser für Sportarten wie Angeln, Segeln und Skifahren durchgesetzt.
In den letzten Jahren hat sich ihr Anwendungsbereich aber erheblich ausgeweitet:
auf das Golfspiel und auf Straßensportarten wie Radfahren, Joggen und
Motorsport.