INSTRUMENTE
WETTERWARTEN
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Die Barometer
Die Barometer messen den Luftdruck, d.h. sie messen das Gewicht der Luftsäule. Die
hohe Luftdrucke (Anticyclon) haben einen Zusammenhang mit dem schönen Wetter, während
niedrige Luftdrucke (Tiefdruck) oft schlechtes Wetter anzeigen. Dies ist nicht so einfach
!!! Langsame oder schnelle Luftdruckveränderungen, Jahreszeiten, Windverhältnisse, sowie
Feuchtigkeit und verschiedene Phänomene der Atmosphäre müssen auch im Betracht gezogen
werden.
*· Schnelle Luftdrucksenkung :
Sehr rasch und stark sinkender Luftdruck sind oft ein Zeichen für
regen.
*· Regelmässige Luftdrucksenkung :
Bei schönem Wetter ist keine Wetteränderung zu befürchten.
* · Regelmässige Luftdrucksteigerung :
Wenn sich der Luftdruck langsam und regelmässig steigert, dann ist eine
Schönwetterperiode zu erwarten.
* · Schnelle Luftdrucksteigerung :
Rasche Luftdrucksteigerung nach einer Tiefdruckperiode bringen eine
kurze Schönwetterperiode.
Es gibt Aneroïd, Quecksilber oder Wasserbarometer. Die Aneroïdbarometer
bestehen aus einer luftleeren Blechdose die sich gemäss dem Luftdruck mehr oder weniger
zusammendrückt und die Luftänderungen an einem Zeiger übertragen. Der Quecksilberbarometer
besteht aus einem mit Quecksilber gefüllten luftleeren Glassrohr. Die
Luftdruckänderungen wirken auf der Quecksilbersäule welches ungefähr 760 mm auf
Meeresspiegel anzeigt. Die Wasserbarometer bestehen aus Glaskugeln mit einem Rohr
in welchem gefärbtes Wasser steigt oder sinkt. Diese Barometer sind eher dekorativ. Die Barographen
können die Änderungen über eine Periode von 24 Std. oder 7 Tage aufschreiben. Die
Aufnahme erfolgt auf einem Papierstreifen der auf einer von einem Uhrwerk angetriebenen
Walze montiert ist.
KONTRA-BAROMETER (HUYGENS)
Torricelli lieferte 1643 den Beweis, dass Luft Gewicht
hat. Er füllte eine Glasröhre mit Quecksilber, tauchte die Unterseite in
ein Quecksilbergefäß und stellte fest, dass das Quecksilber in der Röhre
bis auf durchschnittlich 76 cm stieg. Die hierauf folgenden physikalischen
Untersuchungen haben einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem
Quecksilberniveau und der Wetterlage erwiesen:
- bei niedrigem Druck aufs Quecksilber: Regen oder sogar Sturm;
- bei hohem Druck aufs Quecksilber: sonniges Wetter.
Die Ablesbarkeit der Torricelli-Röhre war aber beschrankt: man brauchte
ein Vergrößerungsglas zum Ablesen der Millimeterskala. Christiaan Huygens
brachte eine Verbesserung an, indem er eine zweite Röhre anschloss. Die
Idee war einfach: die farbige Flüssigkeit zeigt eine Vergrößerung der
Quecksilber- Bewegung, weil der Durchmesser der 2. Röhre 10 mal kleiner
ist als der des Quecksilberbehälters.
Die Quecksilberbarometer sind Präzisionsinstrumente und
messen den Luftdruck. Ihre Empfindlichkeit ist mit anderen gängigen
Instrumenten nicht vergleichbar. Sie werden direkt von der
Quecksilbersäule abgelesen und haben keine beweglichen Metallteile,
wodurch jegliche Abnutzung und damit Wartung entfällt.
Unsere stilvoll gearbeiteten Barometer in verschiedenen Ausführungen,
(echtes Holz oder andere Materialien) sind sehr dekorativ und können sehr
wertvolle Geschenke sein. Durch Ihre aufmerksame Beobachtung ist es
möglich, das Wettergeschehen genau zu verfolgen, was sie zu präzisen
Hobbygeräten macht.
ANWEISUNG FÜR DEN GEBRAUCH VON QUECKSILBER- BAROMETERN
NACH TORRICELLI
EINSTELLUNG AUF DIE HÖHE ÜBER DEM MEERESSPIEGEL
Ein Quecksilberbarometer zeigt immer den genauen
Luftdruck des Ortes an, in dem es angebracht ist. Es ist nötig die genaue
Höhe über dem Meeresspiegel des Ortes zu kennen, um es als meteorologische
Zwecke einzusetzen. Diese kann bei der Stadtverwaltung erfragt werden
(Einige touristische Führer enthalten sie ebenfalls).
TRANSPORT DES BAROMETERS
1. Das Barometer muss man um 45 ° drehen, bis das
Geräusch, des gegen die Spitze der Röhre schlagenden Quecksilbers zu hüten
ist.
2. Das Verschlusssystem anbringen.
3. " Den Quecksilberbehälter mit einer Hand harten und den Stopfen mit
leichter Kraft festdrehen.
ANMERKUNGEN:
Langsames Sinken des Barometers um 2 bis 3 mm innerhalb
24 Stunden = Entfernter Luftdruckabfall ohne wichtigen Wetterwechsel.
Sinken um 1 bis 2 mm innerhalb einer Stunde = Bevorstehende Störung,
Schauer.
Starkes Sinken um 6 bis 10 mm innerhalb 4 bis 5 Stunden = Gewitter,
Unwetter, Stürme.
Langsames und kontinuierliches Sinken, sehr geringe Veränderungen =
Dauerhaft schlechtes Wetter.
Schneller Anstieg = Schönes Wetter von kurzer Dauer Regelmäßiger
Anstieg = Trockenes, schönes Wetter oder trockene Kälte im Winter.
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Alexander Adie Der Tendenz-barometer
Der Tendenz-Barometer wurde durch Alexander Adie erfunden
und patentiert am 23. Dezember 1818. Dieser Barometer setzt sich zusammen
aus zwei Teile: ein U- förmiges Rohr, gefüllt mit roter Flüssigkeit, und
ein Thermometer, gefüllt mit blauer Flüssigkeit.
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- Wenn rote und blaue Flüssigkeit gleich stehen, ist das Wetter:
wechselhaft
- Rote Flüssigkeit steht niedriger dann die blaue ( Hochdruck):
Schönes Wetter
- Rote Flüssigkeit steht höher dann die blaue (Tiefdruck): Regen
Tendenz-Skala Der Unterschied zwischen beide Flüssigkeiten wird auf der
Tendenzskala eingestellt. Die Tendenz Änderungen ermöglichen eine gute
Wettervorhersage.
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Eco-celli Barometer
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Das Eco-celli ist ein Barometer mit der Genauigkeit eines
Quecksilbers-Barometers. Es funktioniert dennoch auf ein anderes Prinzip.
Anstatt Quecksilber, dass man bei den traditionellen Flüssigkeits-Systemen
anwendet, wird die Kompressions-Fähigkeit eines Gases als Funktionsprinzip
angewendet. Sie sehen dieses Gas in der linken oberen Kammer über die rote
Flüssigkeit. Das Gas sorgt für einen stetig andauernden Gegendruck
gegenüber den atmosphärischen Luftdruck.
Der wichtigste Störfaktor bei der Messung des Luftdruckes mit
Barometern ist die Temperatur. Durch höhere Temperaturen dehnen sich
Flüssigkeiten und Gase, was einen fehlerhaften Messwert verursacht. Beim
Eco-celli wird dieses Problem gelöst durch ein Präzisions-Thermometer
parallel neben dem Barometer zu montieren. Dieses Thermometer hat den
gleichen Dehnungs- oder Schrumpf-Wert bei Temperaturschwankungen.
Durch die Verwendung einer bewegbare Skala, die man jeweils auf den
FIüssigkeitspegel (blaue Flüssigkeit) des Thermometers' einstellt, wird
der Fehlerhafte Messwert automatisch korrigiert. Jetzt kann man den
exakten Luftdruck ablesen auf der Barometerskala.
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Die Barometer müssen gemäss der Höhe und dem druchnittlichen Luftdruck eingestellt
werden. Je höher man steigt, desto tiefer der Luftdruck (aber nicht in einer linearen
Weise). Der Luftdruck kann entweder in Quecksilber (mmHg), in Milibar (mb)
oder in hectoPascal (hPa). angegeben werden. Milibar oder Hektopaskal sind
gleichwertig.

Die Luft übt im Zustand der Ruhe auf jede, beliebig orientierte Fläche einen
senkrecht zu ihr gerichteten Druck aus. Der auf die Erdoberfläche wirkende
statische Druck der Atmosphäre wird als Luftdruck bezeichnet und lässt sich als das Gewicht
einer Luftsäule verstehen, die von der Erdoberfläche bis in die oberen Schichten
der Atmosphäre reicht. Der Luftdruck wird im Druckmaß Hektopascal [hPa] oder als
Länge einer auf 0 °C und Normalschwere reduzierten Quecksilbersäule [mm Hg]
angegeben. Unter Normbedingungen gilt: 1 mmHg = 1,3332 hPa.
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Zur Messung des atmosphärischen Luftdruckes nutzen Aneroid-Barometer die
Verformung einer flachen und luftleeren Metalldose, die mit jeder
Luftdruckänderung soweit deformiert wird, bis die entstehenden elastischen Widerstände dem Luftdruck das
Gleichgewicht halten und eine neue Gleichgewichtslage eintritt.
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Beschreibung und Bedienungsanleitung
Die Bezeichnungen REGEN, VERÄNDERLICH, SCHÖN oder Symbole finden Sie aus
traditionellen Gründen auf der Barometerskala, sie geben die Tendenz an.
Die üblichen Luftdruckveränderungen erstrecken sich auf den Bereich von 1000
bis 1030 hPa (hektopascal) auf der Barometerskala. Nur bei extremen
Wetterbedingungen wird der Zeiger über diese Werte hinausgehen.
Die Ziffern 1000, 1010 usw. geben den Luftdruck bezogen auf Meereshöhe an,
mit dem die Meteorologen arbeiten. Der mittlere Luftdruck ist 1013,3 hPa
und bedeutet eine veränderliche Wetterlage.
Die Veränderungen des Luftdrucks werden vom Skalenzeiger angezeigt.
Vor dem Ablesen können Sie leicht auf das Glas klopfen; oft wird dadurch
eine kleine Bewegung des Zeigers ausgelöst. Wenn Sie jetzt den Stellzeiger
(im Glas) auf den Skalenzeiger einstellen, können Sie später leicht feststellen,
ob sich die Anzeige verändert hat.
Bei der Bewegung nach rechts (im Uhrzeigersinn) »steigt« das Barometer. Im
allgemeinen bedeutet das eine Wetterbesserung. Bewegt sich der Zeiger nach
links (gegen den Uhrzeigersinn), »fällt« das Barometer, was normalerweise
eine Wetterverschlechterung anzeigt. Bei unverändertem Barometerstand ist
ein Fortbestehen der herrschenden Wetterverhältnisse zu erwarten. Die auf
dem Barometer ersichtliche Tendenz - steigend oder fallend - gilt dabei für
die örtliche Wetterlage in den nächsten 24 bis 48 Stunden.
Einstellen des Barometers
Vom Herstellerwerk wird das Barometer mit Einstellung auf Meereshöhe
(Normal-Null) geliefert. In vielen Fällen muss es deshalb nachträglich auf
die Höhe (bis 1100 m) Ihres Wohnorts eingestellt werden. Die Einstellschraube
finden Sie auf der Rückseite des Barometers. Der richtige Barometerstand kann
von einem anderen, gut eingestellten Barometer abgelesen oder von der
Luftdruckansage des nächstgelegenen Rundfunksenders übernommen werden.
Mit zunehmender Höhe nimmt die darüberliegende Luftschicht und damit auch der
Luftdruck ab, in Erdnähe etwa 1 hPa je 8 m Höhenunterschied. Um miteinander
vergleichbare Luftdruckwerte zu erhalten, werden in der Wetterbeobachtung alle
Angaben auf Meereshöhe [NormalNull] bezogen. Der Einfluss der Ortshöhe auf den
Luftdruck muß daher entsprechend korrigiert werden.
Die Umrechnung des gemessenen Absolutdruckes in den auf Meereshöhe reduzierten
Luftdruck erfolgt durch Addition einer dem Höhenunterschied entsprechenden
Druckdifferenz.

p
abs = Luftdruck,absolut [hPa]
p
red = Luftdruck,auf Meereshöhe reduziert [hPa]
p= Druckdifferenz [hPa]
h= Höhe über dem Meeresspiegel [m]

Freie Enzyklopädie
Wikipedia, Das Barometer
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